Sind das die wahren KI-Gewinner-Aktien?

Shownotes

Wenn wir über künstliche Intelligenz sprechen, dann zumeist über die USA und China. Wir sprechen über NVIDIA, Microsoft, Alphabet, wir sprechen über die großen Rechenzentren und Investitionen in dreistelliger Milliardenhöhe. Doch möglicherweise übersehen wir dabei einen der interessantesten langfristigen Effekte dieser Entwicklung. Es gibt nämlich gute Argumente dafür, dass ausgerechnet die Schwellenländer zu den großen wirtschaftlichen Gewinnern der künstlichen Intelligenz gehören könnten.


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Ein wichtiger abschließender Hinweis: Aus rechtlichen Gründen darf ich keine individuelle Einzelberatung geben. Meine geäußerte Meinung stellt keinerlei Aufforderung zum Handeln dar. Sie ist keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren.


Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Beitrags war der Autor, Lars Erichsen, in folgenden der besprochenen Finanzinstrumente selbst investiert: Emerging Markets ETF. Geplante Änderungen: Keine. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserem Transparenzhinweis zum Umgang mit Interessenskonflikten: https://www.lars-erichsen.de/transparenz-und-rechtshinweis

Transkript anzeigen

00:00:03: Herzlich willkommen bei Erichsen Geld und Gold, dem Podcast für die erfolgreiche Geldanlage.

00:00:08: Wenn wir über künstliche Intelligenz sprechen dann zumeist über die USA und China.

00:00:13: Wir sprechen über NVIDIA, Microsoft, Alphabet, wir sprechen über die großen Rechenzentren und Investitionen in dreistelliger Milliardenhöhe doch möglicherweise übersehen wir dabei einen der interessantesten langfristigen Effekte dieser Entwicklung.

00:00:29: Es gibt nämlich gute Argumente dafür, dass ausgerechnet die Schwellenländer zu den großen wirtschaftlichen Gewinnern der künstlichen Intelligenz gehören könnten.

00:00:39: Darüber möchte ich heute in dieser Folge mit euch sprechen.

00:00:43: Lingen wir los!

00:00:47: So, Zufälle gibt es ja nicht heißtes und sofern ist es wahrscheinlich kein Zufall das sich heute über dieses Thema spreche wo ich mich selbst gerade in einem Schwellennland befinde also das Thema KI-und Schwelleländer.

00:01:01: Das hat sich nahezu aufgedrängt, gerade in Indonesien.

00:01:05: Beziehungsweise wir waren in Medan und haben dort Freunde besucht dann über Jakarta hier nach Lombok Und der Eindruck den wahrscheinlich jeder hat wenn er hier in dieses riesige Land kommt ist was für wirklich ausgesprochen herzliche Menschen.

00:01:23: Darum soll es aber heute nicht gehen, sondern um die gute Argumente dafür, dass ausgerechnet die Schwellenländer zu großen wirtschaftlichen Gewinnern der künstlichen Intelligenz gehören könnten.

00:01:35: Ich gebe's ganz offen zu – auch immer auch nicht!

00:01:38: Auf diese Idee das mal zu beleuchten bin ich gekommen nachdem ich einen Text von Sven Lorenz gelesen habe, der im Rahmen einer Konferenz genau das diskutiert hat.

00:01:49: Bei mir kam allerdings auch reflexartig der Gedanke, dass es eine Kehrseite der Medaille gibt.

00:01:56: Richtig ist, der Zugang zu immer leistungsfähigerer künstlicher Intelligenz wird immer billiger – dramatisch günstiger!

00:02:05: Und das könnte die wirtschaftliche Entwicklung natürlich erheblich beschleunigen und diesen Gedanken finde ich auch ausgesprochen interessant.

00:02:11: Es gibt aber noch ne zweite Entwicklung, die wir unbedingt berücksichtigen müssen Denn während KI in den Schwellenländern Natürlich, neue Möglichkeiten eröffnet könnten KI und Robotik gleichzeitig einen ihrer wichtigsten bisherigen Wettbewerbsvorteile beseitigen.

00:02:27: Nämlich die niedrigen Arbeitskosten!

00:02:29: Ich möchte aber zuerst mal über die Chancen sprechen.

00:02:31: Die Stanford University hat in ihrem AI-Index im Jahr veröffentlicht.

00:02:39: Zwischen November, zwei Tausend und Zweiundzwanzig und Oktober, zweitausendundvierundzwanzig sind die Kosten für die Nutzung eines KI Modells.

00:02:47: Ja in dem Fall ging es um das Leistungsniveau von GPT.

00:02:52: drei Punkt fünf um mehr als neunneinzehnt gefallen.

00:02:56: also was vorher zwanzig Dollar pro eine Million Tokens gekostet hat war anschließend für sieben Cent verhältlich.

00:03:03: Und dieser technologische Preisverfall ist natürlich uns einer Geschwindigkeit außergewöhnlich Und das bedeutet, dass Unternehmen heute für relativ wenig Geld auf Fähigkeiten zugreifen können.

00:03:13: Für diese früher hochqualifizierte Mitarbeiter teure Software und erhebliche IT-Immission benötigt hätten.

00:03:21: Das ist natürlich für ein mittelständisches Unternehmen in Deutschland auch interessant.

00:03:25: Für einen Unternehmen in Kenia oder in Vietnam oder eben in Indonesien könnte es aber noch einen viel größeren Unterschied machen.

00:03:32: Denken wir zum Beispiel mal an eine Bank im afrikanischen Entwicklungsland.

00:03:38: Es ist ziemlich unwirtschaftlich kleinere oder sogenannte Mikrokredite individuell zu prüfen.

00:03:45: Deswegen waren das, wenn es überhaupt passiert ist auch eher ausländische Organisationen häufig NGOs die solche Kredite vergeben haben.

00:03:53: Weil die Kosten der Kreditbearbeitung einfach in keinem vernünftigen Verhältnis zum Kreditvolumen stehen und dann macht eine Bank das nicht.

00:04:01: mit KI lassen sich diese Prozesse Zumindest große Teile davon aber automatisieren.

00:04:07: Das heißt, plötzlich könnten Kundengruppen wirtschaftlich erschlossen werden die vorher vielleicht gar keinen Zugang zur Finanzdienstleistung hatten.

00:04:17: das gilt auch für die Landwirtschaft oder für Logistik, für medizinische Versorgung, für zahlreiche Dienstleistungen.

00:04:24: KI kann insbesondere dort erhebliche Produktivitätsgewinne ermöglichen, wo es bisher an qualifizierten Fachkräften und effizienter Organisation gemangelt hat.

00:04:35: Und dafür gibt's ja durchaus historische Vorbilder.

00:04:38: Bleiben wir mal beim Thema Afrika!

00:04:42: Viele afrikanische Länder haben beim Ausbau ihrer Telekommunikation Die klassische Festnetz-Telefonie, die Älteren werden sich erinnern.

00:04:50: Einfach übersprungen und sind direkt auf den Mobilfunk gegangen.

00:04:53: Das heißt sie mussten gar nicht erst eine große Infrastruktur aufbauen für die westliche Industrieländer ja über Jahrzehnte enorme Summen ausgegeben hatten.

00:05:02: Und so was ähnliches könnte sich jetzt auch bei der künstlichen Intelligenz wiederholen.

00:05:06: Das heißt, ein Unternehmen in einem Schwellenland muss keine eigenen KI-Modelle entwickeln und es muss auch keine Milliarden in Rechenzentren investieren.

00:05:14: Es kann über das Internet auf Technologien zugreifen deren Entwicklung im wesentlichen Vorher von amerikanischen und chinesischen Unternehmen finanziert wurde.

00:05:24: Das heißt die milliardenschweren Investition dieser Technologiekonzerne könnten damit ob nun beabsichtigt oder unbeabsichtig zu einer gewaltigen Subventionierung wirtschaftlicher Entwicklung in ärmeren Ländern beitragen.

00:05:37: Dazu kommt auch noch, dass die meisten dieser Länder ja weiterhin über erheblich niedrigere Arbeitskosten verfügen.

00:05:44: Wenn sie also günstige Arbeitskräfte mit preiswerter künstlicher Intelligenz kombinieren lassen dann können daraus sehr wettbewerbsfähige Geschäftsmodelle entstehen und genau hier setzt der positive Teil der Investment-Tese an.

00:05:58: Unternehmen in schwellen Ländern könnten ihre Produktivität erheblich steigern, ohne selbst besonders viel Kapital investieren zu müssen.

00:06:07: Das heißt die Margen würden sich verbessern neue Märkte könnten erschlossen werden und die Unternehmensgewinne können dann über Jahre überdurchschnittlich wachsen.

00:06:18: Es gibt aber einen wichtigen Einwand und der kommt vom internationalen Währungsfonds.

00:06:24: Der IWF schätzt dass in entwickelten Volkswirtschaften Rund sechzig Prozent aller Arbeitsplätze in irgendeiner Form von künstlicher Intelligenz betroffen sein könnten.

00:06:36: In den Schwellenländern sind es dagegen rund vierzig Prozent, in Einkommensschwachenländern etwa sechsundzwanzig Prozent.

00:06:44: Der Grund ist relativ einfach – in den Industrieländern arbeiten einfach viel mehr Menschen im wissensintensiven Berufen die sich besonders gut durch KI unterstützen lassen.

00:06:53: ein Mitarbeiter in einer deutschen Versicherung Ein amerikanischer Softwareentwicklung oder ein britischer Finanzanalyst, der kann natürlich und wird bereits einen erheblichen Teil seiner bisherigen Arbeit mithilfe künstlicher Intelligenz erledigen.

00:07:09: Übrigens!

00:07:11: Es gibt Studien die annehmen dass insbesondere Verwaltungsaufgaben weil es eben sich wiederholende Aufgaben ganz besonders stark von Disruption betroffen sind wobei ich künstlich da kürzlich einen ganz interessanten Beitrag gehört habe, in dem es darum ging ob der theoretisch so wie wir aufgestellt sind hat wahrscheinlich Deutschland von allen westlichen Industrieländern.

00:07:41: Zum Beispiel die Skandinavia deutlich weiter sind als wir vermutlich vielleicht auch die Franzosen und Italiener ein enormes Potenzial unsere Verwaltungsausgaben zu senken indem wir diese Verwaltung verschlanken.

00:07:53: nur Wir haben natürlich auch relativ starke Gewerkschaften und die haben ihren Sinn in der Vergangenheit gehabt.

00:08:02: Und haben sie vielleicht, wenn es um Arbeitnehmerrechte geht – nicht nur vielleicht haben Sie heute noch – nun muss man sich natürlich fragen wie lange man gegebenenfalls auf herkömmliche Art und Weise einfach weiterarbeitet?

00:08:15: Weil man sagt ne, ne, nee!

00:08:16: Die wir wollen ja nicht dass diese ganzen Leute jetzt auf dem Arbeitsmarkt entlassen werden.

00:08:20: so geht's nicht.

00:08:22: Also sich quasi dem Fortschritt entgegenstellen, weil zu Gunsten derer die jetzt arbeiten.

00:08:27: Ich finde das eine spannende Frage und ich habe da gar keine eindeutige Antwort drauf.

00:08:30: Klar, die Allermeisten, die an der Börse irgendwelche unterwegs sind, dass er ja effizient ist, wir müssen Kosten sparen.

00:08:36: nur jetzt stell dir mal vor du bist selber in der Verwaltung angestellt deine Familie vielleicht auch.

00:08:41: dann ist die Antwort nicht ganz so einfach naja dann machen wir eben was anderes.

00:08:46: Also das wird eine riesige Herausforderung, weil ich am Ende des Tages nicht glaube dass man sich Fortschritt in den Weg stellen kann mit dem Argument Ja aber die Leute müssen ja irgendwas machen.

00:08:55: Ich habe darauf keine Antwort.

00:08:57: Ich weiß nur, dass es ein Diskussion wird, die sehr laut werden könnte in den nächsten Jahren.

00:09:03: Anders ist es mit einem Textilarbeiter in Bangladesh einen Bauarbeiter In Indonesien oder Ein Landwirt Entschuldigt bitte ein bisschen für Klimaanlage in Afrika.

00:09:14: Das kann nur sehr bedingt durch KI übernommen werden, was die machen.

00:09:18: Das bedeutet dass der unmittelbare Produktivitätseffekt von KI in den Industrieländern zunächst sogar deutlich größer ausfallen könnte.

00:09:28: außerdem braucht es Voraussetzung damit eine Volkswirtschaft künstliche Intelligenz effizient einsetzen kann.

00:09:34: Man braucht eine zuverlässige Stromversorgung man braucht eine leistungsfähige digitale Infrastruktur.

00:09:41: das ist ein vielen Ländern Südostasiens, wir geben nicht in allen Ländern Afrikas.

00:09:47: Man braucht geeignete Daten und man braucht qualifizierte Menschen.

00:09:51: Die Weltbank weist in ihrem Digital Progress Enttrend Report – im Jahr-zu-zehnte-Jährige – dass gerade die ärmsten Volkswirtschaften in diesen Bereichen erhebliche Defizite aufweisen.

00:10:04: Und es gibt natürlich noch ein wichtigeres Gegenargument dafür, dass die Emerging Markets von KI unmittelbar profitieren können und der ergibt sich aus der zunehmenden Automatisierung industrieller Produktion.

00:10:19: Denn da haben über viele Jahrzehnte hinweg die Schwellenländer von einem relativ einfachen wirtschaftlichen Modell profitiert – von dem wirtschaftlichem Modell schlechthin!

00:10:29: Sie konnten nämlich Güter günstiger herstellen als die entwickelten Industrieländer, weil die Arbeitskräfte erheblich weniger kosteten.

00:10:38: Und das muss man mir ganz klar benennen... Das ist auch etwas was häufig in ökonomischen Modellen natürlich anders besprochen wird.

00:10:44: aber weil das hier kein ökonomischer Podcast ist sondern ein persönlicher Finanzpodcast muss noch ganz klar sagen dass die Bedingungen für arbeitende Menschen in der Produktion in anderen Ländern deutlich schlechter sind als in Europa ist der Grund dafür, dass wir außerhalb von Europa produzieren lassen.

00:11:09: Das muss man so klar benennen.

00:11:12: und in dem Moment wo man sagt wir möchten das es allen in der Welt besser geht hat man natürlich dann automatisch die Frage ja wenn's allen besser geht und wir bezahlen sie deutlich besser wo kommt es dann her?

00:11:22: Wo wird dann noch produziert?

00:11:24: Den Effekt sehen wir in einigen Branchen in China.

00:11:28: Es ist eben nicht mehr viel billiger als bei uns, China war mal die Werkbank.

00:11:33: und jetzt kann man natürlich sagen ja Automatisierung durch Automatisierungen wird es ja wieder günstiger.

00:11:39: nur diese Automatierung muss ja da nicht in den Ländern stattfinden.

00:11:42: Die können auch wieder vor Ort stattfinden.

00:11:45: das heißt China Vietnam Bangladesh zahlreiche andere Länder haben auf dieser Grundlage gewaltige Exportindustrie aufgebaut.

00:11:54: Millionen Menschen arbeiten dort.

00:11:56: Die Einkommen sind langsam gestiegen, es entstanden neue Mittelschichten.

00:12:01: Was passiert aber wenn menschliche Arbeitskraft in der industriellen Produktion zunehmend durch Maschinen ersetzt wird?

00:12:06: Ist noch nicht möglich!

00:12:08: Aber je mehr das skaliert, desto eher werden natürlich auch die Preise dafür sinken.

00:12:13: Soweit sind wir noch nicht, aber es wird passieren.

00:12:15: Und wenn ein Fabrik in Deutschland oder den USA durch den Einsatz von Robotern mit einem Zehntel der bisherigen Belegschaft auskommt, dann verliert der Lohnkosten-Unterschied zu einem Schwellenland erheblich an Bedeutung.

00:12:26: Dann wird man die Produktion wieder in Anführungszeichen auch noch derzeit politisch unterstützt nach Hause holen.

00:12:33: Ja?

00:12:34: Plötzlich werden also andere Faktoren wichtiger.

00:12:36: Transportkosten, Lieferzeiten, Rechtssicherheit, Energieversorgung – die Nähe zum Arbeitsmarkt.

00:12:40: Und für amerikanische und auch europäische Konzerne könnte sich dann wieder lohnen, bestimmte Produkte in den USA herzustellen.

00:12:47: Nicht auf politischen Druck sondern weil es einfach wirtschaftlich Sinn macht!

00:12:51: Und wie weit diese Entwicklung schon fortgeschritten ist zeigt China – das Land war im Jahr zwanzig vier mehr als die Hälfte aller weltweit neu installierten Industrierobotter verantwortlich.

00:13:01: Über zwei Millionen Industrieroboter waren da bereits im Einsatz.

00:13:05: China selbst versucht also seinen industriellen Wettbewerbsvorteil durch massive Automatisierung abzusichern.

00:13:12: Das wiederum wird für andere Schwellenländer ziemlich sicher problematisch, insbesondere dort für die Volkswirtschaften deren Exporterfolge bislang auf arbeitsintensiver Produktion beruht.

00:13:28: falsch aus einem zunehmenden Roboter-Einsatz automatisch auf sinkende Beschäftigung zu schließen.

00:13:34: Die Weltbank hat die Entwicklung in fünf südostasiatischen Ländern dazu untersucht, darunter Warnen, Vietnam, Indonesien und Thailand.

00:13:41: Zwischendurch den Einsatz von Industrierobotern schätzungsweise zwei Millionen zusätzliche qualifizierte Arbeitsplätze erst mal entstanden.

00:13:53: Gleichzeitig wurden eine Million geringer qualifizierte Arbeitsplätze verdrängt.

00:13:58: Das heißt insgesamt war der Beschäftigungseffekt in dieser ersten Phase positiv, weil es einfach die höhere Produktivität den Unternehmen ermöglichte ihre Produktionen auszuweiten und zusätzliche Marktanteile gewinnen.

00:14:13: Allerdings haben davon überwiegend besserqualifizierter Arbeitnehmer profitiert.

00:14:19: Menschen mit geringerer Ausbildung sind noch weiter in der sozialen Spirale abgerutscht als vorher.

00:14:27: Und damit sind wir bei der entscheidenden Frage, selbst wenn künstliche Intelligenz und Robotik das Wirtschaftswachstum eines Landes beschleunigen?

00:14:33: Wer profitiert dann eigentlich davon?

00:14:35: Nehmen wir mal ein Unternehmen wie Vietnam!

00:14:37: Wir nehmen an es kann durch Automatisierung seine Produktivität um dreißig Prozent steigern die Gewinne steigen, die Kapitalrendite verbessert sich und damit steigt möglicherweise auch der Aktienkurs dieses Unternehmens.

00:14:49: Wenn gleichzeitig ein erheblicher Teil der Belegschaft seinen Arbeitsplatz verliert oder schlechter bezahlt wird, entsteht daraus aber eben nicht zwangsläufig ein breiter gesellschaftlicher Wohlstandsgewinn.

00:15:01: Das heißt die Produktivitätsgewinne werden sich dann ja vor allem und genau das sehen wir in China zum Beispiel bei den Eigentümern des Unternehmens konzentrieren.

00:15:10: Und wenn diese Eigentürmer ausländische Investoren sind, das sehen wir im übrigen in Vietnam recht häufig.

00:15:17: Dann fließt ein Teil der zusätzlichen Erträge sogar aus dem Land ab!

00:15:23: Für die Investoren zweifellos eine interessante Möglichkeit aber für die betroffenen Volkswirtschaften entstehen dadurch erhebliche Herausforderungen und ich glaube deswegen müssen mir bei den Schwellenländern auch bei diesen Gedanken künftig einfach stärker differenzieren.

00:15:38: Ein Land wie Indien verfügt über einen riesigen Bindenmarkt, eine ausgeprägte IT-Industrie.

00:15:43: Einen großen Pool qualifizierter Arbeitskräfte und gleichzeitig könnte KI Teile des klassischen Software & Outsourcing Geschäft unter Druck setzen.

00:15:52: Vietnam besitzt eine sehr moderne Exportindustrie und ist tief in die internationalen Lieferketten interessiert.

00:15:58: Das bietet Chancen für zusätzliche Automatisierung macht das Land aber eben auch anfällig für eine mögliche Rückverlagerung industrieller Produktion.

00:16:08: Indonesien wiederum ist nur in China, den USA und India natürlich.

00:16:17: Nur in diesen drei Ländern leben mehr Menschen als in Indonesien.

00:16:20: ein riesiger Bindenmarkt.

00:16:23: die verfügen über die Rohstoffe.

00:16:25: sie verfügen eine wachsende digitale Wirtschaft.

00:16:29: hier könnten zum Beispiel Banken Handelsunternehmen Logistik-Dienstleister von KI profitieren.

00:16:36: es gibt aber eben auch Volksstadt Wirtschaften wie Bangler-Dash, die einen von relativ simpler Textilfertigung oder anderen arbeitsintensiven Exportbranchen abhängen.

00:16:47: Und dort könnte die zunehmende Automatisierung den traditionellen Weg zur Industrialisierung erheblich erschweren und insofern wäre das Land nicht besser gestellt durch KI sondern durch die Folgen dann eher schwächer gestellt.

00:17:01: Daher!

00:17:01: Das Thema ist ziemlich groß.

00:17:04: ich glaube dass wir Und es gilt vermutlich nicht nur für die Schwellenländer, aber besonders dort klar unterscheiden müssen.

00:17:13: Das betrifft auch die Produkte mit denen wir am Markt investieren.

00:17:17: Wenn ich mir anschaue mein ETF auf die Emerging Markets dann ist da relativ viel China drin und das gemäß dieser These dann aus sinnvoll.

00:17:29: auch wenn momentan wahrlich niemand den chinesischen Aktien investieren möchte sehe ich schon ein Ja, aber wir haben ja hier einen Blick auch in die Zukunft geworfen.

00:17:39: Also hier mehr zu differenzieren wird meines Erachtens notwendig.

00:17:43: heute schaut man auf Volkswirtschaften und schaut darauf dass sie profitieren wenn der Dollar schwächer wird.

00:17:49: Sie profitieren von stärkeren Rohstoffen als zukünftig wird man wahrscheinlich innerhalb der Schwellenländer dann noch mal mehr differenziert müssen Und ich finde es spannend darüber nachzudenken welche Länder hier ganz besonders profitieren.

00:18:02: und Ich war bei der Recherche möchte es heute nicht zu wangen, lang werden lassen.

00:18:07: Aber ganz erstaunt wie weit die Überlegungen in einigen Ländern schon vorangeschritten sind und darf nicht vergessen dass Indonesien ein ich finde mich momentan noch in Indonesien insofern wie formuliere ich's mal also ein politisches System hat welches mit unserem so nicht vergleichbar ist.

00:18:30: man könnte allerdings auch formulieren in den Ländern in denen relativ schnell Dinge beschlossen werden können.

00:18:38: Das betrifft ja insbesondere auch China, da schauen wir von außen zu rechts mit einer gewissen Skepsis drauf und sagen so stellen wir uns Politik oder politische Systeme nicht vor.

00:18:51: Wenn man es jetzt aber ganz kühl- und nüchternbetrachte, dann muss man natürlich... Und das ist nicht nur beim Bau vom Flughäfen und anderer Infrastruktur leichtzuerkennen.

00:19:00: Muss man natürlich auch feststellen mit diesen politischen Strukturen sehr viel schneller möglich, Dinge zu verändern.

00:19:10: Ich war in... Bevor wir hier nach Indonesien geflogen sind in Singapur und dort gibt es die berühmte Marina Bay und das berühmt Hotel.

00:19:20: Ja, es bieten Zehntausend Dollar plus die Nacht.

00:19:23: Und als ich da oben drauf stand auf dieser Aufsichtsplattform, ich habe mich kaum getraut einzugeben wie lang war wohl die Bauzeit?

00:19:33: Das Ding, also ich finde die Elbphilharmonie in Hamburg ist großartig.

00:19:37: Keine Frage und Bigger ist nicht immer besser aber das ist schon außergewöhnlich gebaut.

00:19:44: Ich sage mass sag's mal so!

00:19:46: In der Zeit von der Planung bis zur Umsetzung.

00:19:49: und ein Singapur haben Arbeiten da auf dem Bau kann man auch live verfolgen.

00:19:55: Steht auch überall Arbeitssicherheit, geht über und so weiter Speed usw.

00:19:59: Ich weiß es sind nur Worte aber in Singapur gibt es Arbeitssicherung.

00:20:03: In Singapuru ist nicht das gleiche wie in einigen Ländern wo Arbeiter komplett ausgebaut also aus dem Ausland reingeschafft werden und dann haben Standards die mit unseren vergleichbar sind.

00:20:16: ich weiß nicht viel lange die Planung gedauert hat aber Bauzeit war knapp drei Jahre von dem Spatenstich bis oben auf dieser Plattform jemand stand.

00:20:27: Da ist die Planung eines Flughafens oder bei uns, die Keimauer, die abgebröckelt ist am Flensburger Hafen.

00:20:37: da streitet man sich immer noch darum, wo welche Spur abgesperrt wird.

00:20:43: das sorgt für einen derartigen Nachteil im internationalen Wettbewerb.

00:20:50: wenn wir das Problem nicht angehen dann brauchen wir gar nicht darüber nachzudenken, ob wir in irgendeiner Art und Weise uns zukunftsfähig aufstellen.

00:20:58: Ich weiß dass das jetzt sehr negativ klingt aber was muss man?

00:21:05: Sobald man das Land verlässt fällt einem auf wie wahnsinnige Träge wir geworden sind.

00:21:11: Und das betrifft uns alle.

00:21:12: denn ich habe es schon gesagt die meisten sagen ja die anderen können mal anfangen mit Effizienz Aber bei mir das soll schön so bleiben wie es ist.

00:21:22: Der Teil wird jetzt ein bisschen zu lang.

00:21:24: Sorry, dafür war nur so ein ganz frischer Eindruck!

00:21:27: Also das wars für heute.

00:21:29: wir hören uns am Samstag wieder macht es gut.

00:21:32: herzlichen Dank für eure Aufmerksamkeit.

00:21:34: ich freue mich sehr wenn wir uns beim nächsten mal gesund und munter wiederhören.

00:21:37: bis dahin alles Gute euer Lars.

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