Zoll-Eskalation: So reagiere ich im Depot!
Shownotes
Wer bisher gedacht hat, dass es eine Rolle spielt, ob Freund oder Feind, wenn wir über Zollstreitigkeiten sprechen, der sieht sich spätestens jetzt eines Besseren belehrt. Kanada ist immerhin der zweitwichtigste Handelspartner der USA, und sie bekommen es gerade richtig ab. Ich möchte das Ganze einordnen: Warum überhaupt diese Eskalationsstufen, und was bedeutet das für mich als Anleger?
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Ein wichtiger abschließender Hinweis: Aus rechtlichen Gründen darf ich keine individuelle Einzelberatung geben. Meine geäußerte Meinung stellt keinerlei Aufforderung zum Handeln dar. Sie ist keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Beitrags, lagen bei dem Autor, Lars Erichsen, keine Interessenskonflikte vor. Geplante Änderungen: Keine. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserem Transparenzhinweis zum Umgang mit Interessenskonflikten: https://www.lars-erichsen.de/transparenz-und-rechtshinweis
Transkript anzeigen
00:00:03: Herzlich willkommen bei Erichsen Geld und Gold, dem Podcast für die erfolgreiche Geldanlage.
00:00:08: Wer bisher gedacht hat das ist eine Rolle spielt ob Freund oder Feind wenn wir über Zollstreitigkeiten sprechen der sieht sich spätestens jetzt eines besseren belehrt.
00:00:19: Kanada ist immerhin der zweitwichtigste Handelspartner der USA Und sie bekommen es gerade richtig.
00:00:25: ich möchte das ganze einordnen.
00:00:27: warum überhaupt diese Eskalation stufen und was bedeutet dass für mich als Anleger.
00:00:33: Legen wir los!
00:00:37: So, das Thema Zölle und den großen Masterplan dahinter zu besprechen ist natürlich eine Aufgabe in zehn bis zwanzig Minuten.
00:00:45: ich möchte aber dennoch einige Theorien die dahinter stehen könnten heute etwas näher beleuchten.
00:00:50: Ich möchte dann aber auch ein klares Fazit ziehen wie ich als Anleger damit umgehe.
00:00:56: Denn gerade dann, wenn die Nachrichten derart das Geschehen dominieren also wie es momentan der Fall ist ja politische Börsen haben alles andere als kurze Beine.
00:01:07: Dann entsteht natürlich auch der Drang bei vielen Anlegern darauf in irgendeiner Art und Weise zu reagieren.
00:01:13: Und ich bin mal durch so ein paar Foren durchgegangen was da oft als Reaktion kommt.
00:01:18: zum Beispiel Ich kaufe weniger amerikanische Aktien ich setze mehr auf Sektoren außerhalb des Techsektors oder ich gehe gerade auf den Techsektor, weil der weniger davon betroffen ist.
00:01:31: Ich kaufe gar keine chinesischen Aktien oder ich kaufe mehr Aktien in Südostasien, weil die ja recht große Handelsabkommen miteinander haben und und und.
00:01:41: Und ich möchte meinen Teil der Lösung und ihr könnt es euch denken.
00:01:44: Der ist natürlich koherent mit dem was ich hier in der Vergangenheit auch schon gesagt habe.
00:01:49: Den möchte ich euch gerne auch am Ende bereitstellen.
00:01:52: Zuerst mal, das ist die Gretchenfrage.
00:01:54: Die ich logischerweise nicht beantworten kann sondern mich dem nur nähern kann was steckt überhaupt hinter den Zöllen von Donald Trump?
00:02:04: Was is denn der Masterplan?
00:02:07: Es gibt verschiedene Theorien und kein so plausibel dass man sie ganz sicher auf Platz einstellen kann.
00:02:15: in meinen persönlichen Favoriten nenne Ich euch aber gleich.
00:02:19: Der erste und die häufigst genannte Theorie ist die Einnahmentese.
00:02:23: Das ist das, was die Trump-Administration selbst nennt.
00:02:28: Wir sind in der Vergangenheit unfair behandelt worden Und die Zölle sollen dann den amerikanischen Staat finanzieren Die Steuersenkung gegenfinanzieren Sie sollen das Defizit verkleinern von US-Importeuren und von Verbrauchern getragen.
00:02:47: Und die Beträge reichen eben nicht mal annähernd, um die Einkommenssteuer zu ersetzen.
00:02:51: Und sie widersprechen dem nächsten Ziel.
00:02:53: Denn wenn die Produktion tatsächlich zurückkehrt – und wir haben gerade in der Auseinandersetzung mit Kanada gehört, dass das ein großes Ziel sein soll – ja dann sinken ja automatisch die Importe und mit ihnen dann die Zolleinnahmen!
00:03:07: Das heißt also, dass wäre ein vorübergehender Prozess, der hier mit Zölln finanziert werden sollen.
00:03:15: Und da das ganze Jahr schon eine ganze Zeit lang läuft und wir werden das insbesondere im Wahlkampf dann präsentiert bekommen, kann man bisher sagen.
00:03:23: Das passt so nicht!
00:03:24: Denn je nach Institut welches das untersucht hat sind zwischen dreißigundfünfzig Prozent der Zölle.
00:03:33: Zwischen dreißichundfünftig Prozent der zölle werden von amerikanischen Verbrauchern im Sinne höherer Preise bezahlt selbst wenn es die kleinere Zahl sein sollte, die dreißig Prozent.
00:03:46: Und dann ist es ganz einfach auszurechnen dass man aufgrund dieser Einnahmen schlicht und einfach nicht die Steuern senken kann und schon gar nicht die Schulden abbaut.
00:03:58: Zweite These spielt da rein die Reindustrialisierungsthese.
00:04:03: Zölle sollen also die heimische Fertigung schützen Sie sollen die strategische Autonomie herstellen und sie sollen Industriejobs sichern.
00:04:13: vorgestern verkündet, die amerikanische Automobilindustrie sei jetzt gerettet und zwar durch ihn genau durch diese Zölle.
00:04:23: Das ist völlig egal dabei ob man jetzt Trump Freund ist oder ihm für einen verrückten alten Mann hält.
00:04:30: wir nehmen einfach die Zahlen die wir haben.
00:04:32: das sind übrigens die zahlen die vom amerikanischen Wirtschaftsministerium Verbraucher, verschiedenen Verbraucherverbänden vom Statistikbehörde und so weiter veröffentlicht werden.
00:04:43: Also es sind nicht die Zahlen von politischen Gegnern Und die sprechen schlicht und einfach dagegen.
00:04:48: warum?
00:04:49: Weil man das nie und nimmer nach ein oder zwei Jahren beurteilen kann wenn dieser reshoring Prozess Gelingen soll und Es ist durchaus möglich wenn man den Druck so aufregt erhält und ausländische importe so verteuert, dass die heimischen Produkte dadurch dann günstig erscheinen.
00:05:07: Dann wird das schon funktionieren!
00:05:10: Nur ob das unter dem Strich für die amerikanische Volkswirtschaft tatsächlich sinnvoll ist und sie weiter voran bringt – insbesondere für den amerikanischen Verbraucher – das dauert Jahre.
00:05:23: Eine Automobilproduktion kann ich innerhalb von ein Jahr oder achtzehn Monaten aufgebaut werden.
00:05:29: Das heißt also, wir werden dann irgendwann zwanzig dreißig plus – wenn es diese Politik bis dahin noch gibt.
00:05:35: Dann werden wir schauen ob das so ist.
00:05:37: und wie hoch waren die Kollateralschäden?
00:05:39: Denn die Vorprodukte für US-Hersteller werden natürlich verteuert und Export ist da nicht mehr!
00:05:47: Denn die Vergeltung auf der anderen Seite ist ja natürlich aller Orten vorhanden.
00:05:51: D.h.,
00:05:53: der amerikanische Verbraucher selbst muss es richten denn exportieren kann man.
00:05:57: Damit ist man dann nicht mehr wettbewerbsfähig.
00:05:59: Während, und das ist vielleicht der große Fehler der Amerikaner immer gewesen in dieser strategischen Gemengelage während der Rest der Welt nicht aufführt Handel miteinander zu treiben.
00:06:12: wir erleben es jetzt dass Donald Trump deutlich Scott Besson war's in dem Fall seine Handelspartner auffordert viel strenger mit China umzugehen.
00:06:21: Das funktioniert nämlich alles nur dann wenn der Rest der Welt da mitspielt, wenn der rest der Welt Handel miteinander treibt.
00:06:29: Vielleicht sogar mehr Handeln miteinander treibt dann stehen die USA als ziemlich teure Insel dar mit deutlich weniger Handelspartnern und ich halte das momentan trotz der politischen Kraft, die die USA natürlich haben für den wahrscheinlichen Weg insbesondere dann wenn der Krieg in der Ukraine endet.
00:06:49: Denn dass die Europäer – und ich lasse das Thema dann auch gleich wieder aus, aber sich natürlich sehr zurückhalten hängt davon ab, dass es immer noch eine große militärische Abhängigkeit gibt von den USA.
00:07:01: Die Dritte ist Trumps eigene erklärte Sichtweise.
00:07:06: Es ist ein Druckmittel!
00:07:08: Zölle erzeugen Verhandlungshäbel, um Zugeständnisse zu erzwingen bei Grenzsicherung, bei Verteidigungsausgaben, bei Marktzugang oder Digitalsteuern.
00:07:18: Danach werden dann bilaterale Deals geschlossen und diese ständige An- und Aus- aus Androh.
00:07:27: also wir machen das beste Handelspartner der Welt und zwei Tage später schlechteste Handelspartner der Welt haben uns bis jetzt nur ausgenommen, dieses beinah kindlich naive Brandmarken.
00:07:41: Es gibt eine Pause es gibt angekündigte Deals dann wird wieder angedroht zu erheben und so weiter.
00:07:46: das kommt einem ja vor.
00:07:48: man sagt wenn man so Monopoly spielen würde Dann da hat keiner Lust mehr zu.
00:07:52: dass ist ja wie ein Monopoly mit achtjährigen.
00:07:55: aber Es ist eine Theorie, dass das funktionieren kann und es hat in der Vergangenheit ja zum Teil auch funktioniert.
00:08:03: Die vierte Theorie ist wenn man so will die ausgefeilt ist – ich habe sie hier schon mal vorgestellt diesen Malago-Accord also benannt in Anlehnung an das Plazaabkommen von Stephen Merrin, heute Wirtschaftsberater argumentiert das eigentliche Problem sei die dauerhafte Überwertung des Dollar, die aus seiner Rolle als Weltreservewährung folgt.
00:08:24: Und diese Überwertungen mache Exporte teuer, höle die Industrie aus.
00:08:29: der Plan lautet dann Zölle und Sicherheitsgarantien als Hebel nutzen um Verbündete zu einer koordinierten Dollarabwertung zu bewegen und ihre kurzlaufenden US-Staatsanleihen in ultralange Niedrigzins Papiere zutauschen.
00:08:41: Das würde dann natürlich ganz erheblich die Finanzierungskosten für die USA senken und es würde den Dollar schwächern, aber an dieser Theorie hängen einige Einwände.
00:08:51: Der Wichtigste ist funktioniert schlicht und einfach nicht wie man sieht.
00:08:55: Mirren will faktisch ja so wie er es beschreibt gleichzeitig ein starken und einschwachen Dollar.
00:09:01: der Zwangstausch von Anleihen wäre aus Sicht vieler Ökonom.
00:09:06: Wir haben's noch nicht gesehen wurde zwischendurch mal besprochen, dann wieder zurückgenommen weil der Anleihmarkt darauf hektisch reagiert hat.
00:09:14: Das wäre ja ein technischer Erzahlungsausfall.
00:09:17: das heißt er würde den Dollar beziehungsweise amerikanische Anleihen nicht sicherer dastehen lassen sondern sehr viel schwächer und übrigen und das ist vielleicht das interessanteste Gegenargument.
00:09:28: Steven Mirren selbst hat sich davon distanziert und hat gesagt dieses Papier sei nicht die heimlich umgesetzte Agenda.
00:09:36: Und dann, ich hab's euch gesagt aus all dieser Gemengelage kommt eine Theorie heraus die ich für die Wahrscheinlichste halte.
00:09:46: Wahrscheinlich ist es von allem bisschen was aber ein Punkt der zu selten besprochen wird und der sich tatsächlich über verschiedene Governments, über verschiedene Regierungen seit längerer Zeit hinweg entwickelt hat.
00:10:01: Es geht um die nationale Sicherheit und die Entkopplung von China Nicht.
00:10:06: Es ist nicht im Sinne der USA, dass China soweit gekommen ist wie sie heute sind.
00:10:12: China ist heute als Wirtschaftsmacht gegenüber den USA sehr souverän und die USA spüren insbesondere was es bedeutet einen so großen Verhandlungs-.
00:10:24: dann nehmen wir mal Partner zu haben, der aber nicht dem und das ist natürlich ein Anführungszeichen gesetzt mit dem Marke leben muss sich ständig wählen zu lassen.
00:10:35: Das heißt also, wenn sich ein Land mit einem anderen konfrontiert und in einem Land muss einer seine Politik immer rechtfertigen und in dem anderen Land nur sehr bedingt.
00:10:45: Dann ist glaube ich klar wer in der besseren Verhandlungsposition ist Und dementsprechend versuchen die USA drum herum genau das zu schaffen Die Lieferketten resilienter zu machen die Abhängigkeiten von China zu senken und auch alle Anderen dazu zu bewegen das zu machen.
00:11:03: Das heißt also, dass man diese groß hegemoniale Neuordnung mit Einflusssphären so gestalten möchte.
00:11:13: Dass der Einfluß von China abnimmt und der der USA wieder zunimmt.
00:11:19: Dazu passt natürlich auch die Rhetorik, die dann zum ersten Mal seit Ewigkeiten wieder was mit territorialem Besitz zu tun hat.
00:11:26: Also Grönland, Panama, Lake Ontario wird der Lake America.
00:11:31: Es sind ja alles ... Das ist komisch, aber der meint das vielleicht ernst.
00:11:38: So und dann gibt es... Das muss ich am Ende einfach noch sagen.
00:11:40: Es gibt noch einen Plan bzw eine Theorie Und die ist mittlerweile glaube ich unter den Ökonomen Der Gegenwart am weitesten verbreitet dass es überhaupt keinen Korrerenten Masterplan gibt d.h.
00:11:53: Trump einer Jahrzehnte alten Fixierung folgt wo nach Handelsdepizite bedeuten mal wird abgezockt und getrieben von einem gewissen Groll oder einen Impuls und getrieben davon im Wahlkampf erzählen zu können, wir schützen jetzt den kleinen Arbeiter aus Detroit.
00:12:10: Tatsächlich passt sehr viel von dieser iratischen Handlungsweise dazu und insbesondere die Widersprüche.
00:12:20: das heißt dass man Dinge von denen man eben noch gesagt hat das würde nie passieren zwei Wochen später sagt das ist die beste Lösung für alle.
00:12:30: Wenn wir über die Causa Iran sprechen, die Straße von Normo ist nichts davon scheint einem stringenten Plan zu folgen.
00:12:37: Ja vielleicht der Masterplan dahinter auch hier.
00:12:40: auch das würde dort passen China in einer gewissen Art und Weise meine Schwächung zuzufügen Aber dafür bezahlt man einen relativ hohen Preis.
00:12:51: So was folgt daraus für uns?
00:12:55: Für ein masterplan?
00:12:57: oder ein master plan hinter den Ankündigung hinter den Streitigkeiten ist für uns eigentlich weniger relevant, als man meint.
00:13:06: Vielleicht um sich irgendwann wieder sicherer oder wohler in dieser Welt zu fühlen aber für die Anlage nicht.
00:13:13: Das heißt also die Theorien widersprechen sich und je nachdem ob sie im Zuge der nächsten Wahlen vielleicht auch wieder zurückgefahren werden oder auch völlig verkehrt werden ich halte das für sehr wahrscheinlich für möglich, dass jetzt klinge ich wie jemand wo alle anderen sagen ja wahrscheinlich ist es so.
00:13:39: Also das Donald Trump notfalls in sehr sehr vielen Punkten einen diametralen Standpunkt einnehmen würde um wieder gewählt zu werden will das irgendjemand bestreiten?
00:13:51: Das isst ja auch schon einigen aus seiner Gefolgschaft genau so in den letzten... Ist es denn aus die Füße gefallen wenn man einfach sagt ne hab ich nicht gesagt Und ich sehe, habe das immer so gemeint.
00:14:03: Das scheint heute durchzugehen... Wir werden dann an der Wahlurne die Amerikaner entscheiden ob es so durchkommt.
00:14:12: Es kann sein dass wir uns in einem Jahr mit ganz anderen Verhältnissen beschäftigen.
00:14:16: deswegen glaube ich auch nicht dass es einen Sinn macht sich auf Zölle Auf Reshoring, auf Niershoring und auf Produktivität nach Hause holt Unterdrund sich darauf in einem Depot wirklich einzustellen.
00:14:31: Denn es gibt einen entscheidenden Punkt und der gilt über Parteigrenzen hinweg.
00:14:36: also völlig egal ob Demokraten oder Republikaner regieren nach der nächsten Wahl oder ob ihr Einfluss nach der nächste Zwischenwahl steigt oder fällt Es gibt für mich egal wie ich es drehe und wende keine glaubwürdige Alternative zum sogenannten Debasement Trade.
00:14:54: Das heißt also, es gibt keinen belastbaren Plan den Schuldenstand merklich zu senken.
00:15:01: Beide Parteien werden hohe Defizite zu fahren und zwar ganz einfach deshalb weil die Produktivität der USA zu schwach ist um aus dem Schulden herauszuwachsen.
00:15:15: und auch wenn das ein bisschen wie eine Untergangsrhetorie klingt Dazu gibt es keine Alternative derzeit.
00:15:23: Das gilt im Übrigen für die meisten westlichen Industrieländer, wir haben noch unsere gesamte.
00:15:30: sämtliche Systeme sind darauf ausgerichtet dass wir es mit einem steigenden Wachstum zu tun haben welches Aussicht heraus wachstums Schübe mit sich bringen kann das heißt nicht nur aus der Geldpolitik heraus.
00:15:44: Es gibt aber keine Belege dafür dass das tatsächlich so ist, dass diese Produktivität wieder steigen kann.
00:15:50: Das kann sich natürlich ändern, weil über fast zwanzig Jahre der Faktor Mensch hier entscheidend war – wir haben es gesehen, dass junge Gesellschaften aus der Second World diejenigen waren oder wie in Indien und Indonesien, die schnell wachsen konnten, weil sie eine junge, schnell lernende Bevölkerung haben.
00:16:10: Das war immer die Grundvoraussetzung für wirtschaftliches Wachstum.
00:16:14: Diese Korrelation ist sehr konstant gewesen.
00:16:18: Das hat weder Europa noch die USA, noch Japan und China mittlerweile auch nicht mehr.
00:16:24: Es kann natürlich sein dass KI genau diesen Punkt weniger wichtig erscheinen lässt das also KI so viel Produktivität übernimmt dass es dann eher die Frage ist wie verteilt man überhaupt noch?
00:16:34: Und wer zahlt?
00:16:35: woraus steuern!
00:16:36: Ist aber eine andere Frage.
00:16:39: Stand jetzt gibt es keinen Plan um die Schulden merklich zu senzen.
00:16:42: das heißt also Der Schuldenstand steigt erst mal weiter.
00:16:48: Wenn aber ein Land widersparen noch herauswachsen will aus diesen Schulden, dann bleibt immer nur der Weg des geringsten Widerstandes.
00:16:56: und dieser Weg heißt Entwertung, heißt negative Realzinsen, heißt tolerierte Inflation, heißt finanzielle Repression.
00:17:04: damit meine ich keine Enteignungen habe hier kürzlich schon erläutert Aber die reale Schuldenlast muss langsam abschmelzen Und dementsprechend würde ich mein Depot für den Moment mal ausrichten.
00:17:16: Das heißt also Sachwerte gegenüber Bargeld, langlaufende nominale Anleihen finde ich uninteressant.
00:17:24: Gold, Bitcoin Aktien sind für mich genau die Dinger wo ich investiert sein möchte und dementsprechend kann man sagen Zölle mögen indem wir ein oder anderen Branche etwas verändern und darauf reagiere ich vielleicht bei Einzelwerten.
00:17:40: Aber dass ich deshalb eine andere Anlagestrategie bräuchte, das sehe ich nicht.
00:17:46: Und ich möchte durchaus zugeben, dass wir aber mit der Unsicherheit leben müssen, dass dieser Debasement-Trade Phasenweise infrage gestellt wird.
00:17:55: Das heißt also sollte KI – bisher ist es nichts zu sehen, das gibt's nur in der Theorie – einen echten erheblichen Produktivitätsschub auslösen und das damit deutlich weniger Manpower!
00:18:08: dann bedeutet das, dass wir uns in ein Wachstums-Deflations-Szenario reinbewegen könnten.
00:18:15: Und das wiederum wäre dem Debasement Trade eher entgegenlaufend.
00:18:22: Sprechen wir sicherlich nicht in den nächsten zwei Jahren drüber und wir bleiben ja in Kontakt wie es so schön heißt.
00:18:27: aber man muss verstehen, dass der Debasment Trade nicht heißt ich investiere jetzt und der Markt steigt nur noch.
00:18:33: Es wird heftigste Korrekturen geben Aber der Weg dahin, der ist aus meiner Sicht nahezu sicher.
00:18:43: Also hier investiert zu bleiben insbesondere im langfristigen Portfolio, ist absolut wichtig trotz Korrektur gefahren und die Geschwindigkeit dürfte sich eher noch erhöhen.
00:18:55: Denn alles andere macht es in der Politik – das habe ich hier kürzlich schon mal angesprochen – wahnsinnig schwer Stimmen zu finden!
00:19:02: Und ich kann das sogar verstehen.
00:19:03: wenn ich Politiker wäre dann würde ich auch nicht mit dem Wahlprogramm nach draußen gehen.
00:19:07: doch vielleicht sollte es meiner sich trauen sagen, wir können das so nicht weitermachen.
00:19:12: Das können wir schon!
00:19:13: Wir müssen nur das streichen und wenn die EU nicht das ganze Geld bekommt wird alles wahrscheinlich funktionieren in Wahlen.
00:19:24: Das löst aber nicht das dahinterstehende Problem der fehlenden Produktivität oder einer alternden Bevölkerung, die immer mehr Transferleistungen braucht.
00:19:32: Das ist ein anderes Thema.
00:19:34: fürs nächste Mal Herzlichen Dank für deine Aufmerksamkeit.
00:19:37: Ich freue mich sehr, wenn wir uns beim nächsten Mal gesund und munter wieder hören!
00:19:42: Bis dann alles Gute, dein Lars.
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