Stürzt Japan die Welt in eine Krise?
Shownotes
Eine Korrektur am Aktienmarkt – selbst eine größere – sollte niemanden verunsichern, denn sie gehört schlicht und einfach auch zu Bullenmärkten dazu. Deutlich kritischer wird die Lage jedoch, wenn von Stress im Bondmarkt, also an den Anleihemärkten, die Rede ist. Diese Märkte sind vom Volumen her erheblich größer als die Aktienmärkte, und wenn dort etwas nicht so funktioniert, wie es sollte, fallen die Auswirkungen entsprechend gravierender aus. Genau deshalb ist es an der Zeit, den Blick gezielt auf den japanischen Bondmarkt zu richten und den dortigen Stress zu thematisieren. Dabei stellt sich nicht nur die Frage nach den Folgen für den Aktienmarkt, sondern auch nach den Auswirkungen auf Edelmetalle – Effekte, die durchaus relevant sind, bislang jedoch kaum diskutiert werden.
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Ein wichtiger abschließender Hinweis: Aus rechtlichen Gründen darf ich keine individuelle Einzelberatung geben. Meine geäußerte Meinung stellt keinerlei Aufforderung zum Handeln dar. Sie ist keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Beitrags war der Autor, Lars Erichsen, in folgenden der besprochenen Finanzinstrumente selbst investiert: Nikkei, Gold, Silber. Geplante Änderungen: Keine. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserem Transparenzhinweis zum Umgang mit Interessenskonflikten: https://www.lars-erichsen.de/transparenz-und-rechtshinweis
Transkript anzeigen
00:00:03: Herzlich willkommen bei Eriessen Geld und Gold, dem Podcast für die erfolgreiche Geldanlage.
00:00:08: Eine Korrektur am Aktienmarkt, selbst eine größere, sollte niemanden verunsichern.
00:00:13: Das gehört schlicht und einfach selbst zu Bullenmärkten mit dazu.
00:00:18: Wenn aber die Rede ist vom Stress im Bondmarkt.
00:00:22: Also... auf den Anleihmärkten, dann wird die Sache etwas gefährlicher.
00:00:27: Denn die Anleihmärkte sind hinsichtlich ihrer Volumina deutlich größer als die Aktienmärkte.
00:00:34: Und wenn da etwas nicht so läuft, wie es laufen sollte, dann sind die Auswirkungen auch wesentlich heftiger.
00:00:42: Und deswegen wird es Zeit, dass wir an dieser Stelle über Stress im japanischen Bondmarkt sprechen.
00:00:48: Was sind die Auswirkungen auf die Edelmetalle?
00:00:51: Die bestehen nämlich durchaus, auch wenn sie kaum diskutiert werden.
00:00:55: Und was sind die Auswirkungen auf den Aktienmarkt?
00:00:59: Legen wir los.
00:01:03: So, heute sprechen wir über ein Thema, das derzeit insbesondere in den institutionellen Finanzmedien stark diskutiert wird.
00:01:12: Bei Privatanlegern vielleicht weniger, was aber auch daran liegt.
00:01:17: Ich weiß wovon ich spreche.
00:01:19: Dass es in einem Podcast oder auch auf YouTube in der Regel nicht so ganz viele hinter dem Ofen hervorloggt.
00:01:27: Wenn man sagt, ich spreche heute mal über die Anleimärkte, noch dazu über die japanischen Anleimärkte.
00:01:32: Denn wer von uns ist schon im japanischen Bondmarkt investiert?
00:01:38: Niemand.
00:01:40: Das ist allerdings ein Grund mehr, darüber heute zu reden, denn auch wenn der japanische Bondmarkt für uns als Anlage nicht so interessant zu sein scheint, ist es etwas, was das Potenzial hat, die Märkte weltweit zu bewegen und was insbesondere derzeit auch, das ist viel zu wenig diskutiert, seine Auswirkungen auf Gold und Silber gerade entfaltet.
00:02:05: Ich möchte gar nicht Panik machen, sondern ich möchte die Fakten hier mal zusammenfassen, einige Dinge erklären und eine realistische Einschätzung abgeben, wie sich das Ganze weiterentwickeln kann.
00:02:18: Warum passiert das alles jetzt gerade im Januar, zw.
00:02:23: und sechsundzwanzig?
00:02:24: Der Auslöser ist ein politischer.
00:02:27: Seit Oktober, zw.
00:02:29: und zwanzig ist Sanai Takaiichi Premierministerin in Japan.
00:02:35: Sie hat am neunzehnten Januar diesen Jahres dann Neuwahlen für den achten Februar ausgerufen.
00:02:42: Kommt also demnächst eine sogenannte Snap-Election, um sich ein starkes Mandat für ihre Politik zu holen.
00:02:49: Sie müsste das jetzt nicht machen.
00:02:52: Aber sie geht davon aus, dass ihre Zustimmungswerte gerade so groß sind, also genauso wie bei uns, ist nicht genau vergleichbar, weil bei uns die Vertrauensfrage ja nicht immer zu Neuwahlen führt.
00:03:04: Aber ihr habt das in Frankreich mitbekommen, ihr habt das bei uns schon hin und wieder mitbekommen.
00:03:09: Wenn man sagt, das ist genau der richtige Zeitpunkt.
00:03:12: um die Mehrheiten noch stärker hinter mir zu versammeln, dann kann man gerne auch mal sagen, es ist die Zeit für Neuwahlen.
00:03:19: Das hat sie getan.
00:03:21: Takaiichi steht für eine sehr expansive Fiskalpolitik.
00:03:26: Sie hat Steuersenkung versprochen.
00:03:28: Zum Beispiel eine Befreiung oder Reduzierung der Verbrausteuer auf Lebensmittel.
00:03:32: Sie möchte die Bevölkerung entlasten.
00:03:35: Sie möchte die Wirtschaft ankurbeln.
00:03:37: All das, was im Übrigen auch dafür gesorgt hat, dass sich der Nikkei in dem Moment, wo es absehbar war, dass sie die Wahlen gewinnen würde und diese ja dann auch gewonnen hat.
00:03:49: Der Nikkei hat sich ganz hervorragend entwickelt.
00:03:53: Und das sollte es Teil der Analyse auch jetzt nicht einbricht.
00:04:00: Wichtig an dieser Stelle, ich bin mit einer Teilposition noch im Nikkei investiert.
00:04:07: Aufgrund der Tatsache, dass ich in der Regel kein ganz großes Interesse habe, genau in der Mitte der Aufmerksamkeit, also, wenn man so will, am Brandherd investiert zu sein, deshalb habe ich mit den Lesern der Renditespezialisten einen Teilgewinn im Nikkei realisiert, ich glaube, sechs oder sieben Prozent.
00:04:30: Und habe den Stopp jetzt deutlich nachgezogen, während ich hier drauf schaue.
00:04:34: Na, heute wieder ein bisschen.
00:04:36: Der Nikai war schon über dreieinfünfzigtausend Punkte.
00:04:38: Aktuell ist er hundertseinunddreißig Punkte minus bei zweiundfünfzigtausend vierhundertundfünfundsiebzig Punkten.
00:04:47: Und um es mal in diesem Fall ganz konkret zu machen, bei einem Rutsch unter einundfünfzigtausend neunhundert Punkte, werden wir mehr oder weniger zum Einstand ausgestoppt.
00:05:00: Uns kann nicht mehr so viel im Nikai passieren, warum ich überhaupt im Nikai investiert war gemeinsam mit den Lesern, weil die Charttechnik sehr, sehr bullish war.
00:05:10: Das ist im Dezember dann ja auch aufgegangen.
00:05:13: Wir haben ja neue Allzeitrohs gesehen.
00:05:16: Man musste sehr lange warten, um das sagen zu können.
00:05:19: in Japan neue Allzeitrohs.
00:05:21: Und übergeordnet sieht für mich der Nikai immer noch sehr bullish aus.
00:05:26: Aber noch mal, ich habe jetzt kein großes Interesse daran, über die Wahlen hinweg und durch diese Schlagzeilen hindurch einfach zu halten.
00:05:34: Das war eine kurzfristigere Position.
00:05:36: Das nur als Disclaimer am Rande.
00:05:39: Es geht auch im Wesentlichen heute nicht um den Nikkei.
00:05:42: Der ist aber eben nicht eingebrochen und ist jetzt in irgendeiner Art und Weise, dass man hier von einem klar bärischen Schadbild sprechen konnte.
00:05:52: Das nur noch mal zur Einordnung.
00:05:55: Sie ist also eine sehr wirtschaftsfreundliche Premierministerin.
00:05:59: Warum geht der Nikkei nicht weiter durch die Decke?
00:06:02: Weil Investoren dadurch alarmiert waren.
00:06:06: Sie fürchten also, dass Japan mit einer Staatsverschuldung, die sowieso schon ihresgleichen sucht, über zweihundertfünfzig Prozent des Bruttoinlandsprodukt durch solche unfinanzierten Ausgabenprogramme die Schulden noch weiter aufblenden wird.
00:06:23: Und das ist genau der entscheidende Punkt, Vertrauen.
00:06:28: Die USA könnten, meines Erachtens, darum geht es heute nicht, sabotieren Sie diesen Status derzeit etwas, aber die USA könnten sich nahezu unbegrenzt verschulden.
00:06:41: Sie sind deutlich höher verschuldet in Relation zum Brutter Inlands Produkt als etwa die Eurozone, wenn die Ankündigung von der Trump-Administration so umgesetzt werden, dann könnte der Verschuldungsgrad in den nächsten ein, zwei Jahren in Richtung Japan steigen.
00:06:59: Japan könnte, Entschuldigung, die USA könnten sich wahrscheinlich sogar noch höher verschulden, weil man dem Dollar und dem japanischen Staatsanleihen noch mehr als Japan als drittgrößter Wirtschaftsnation auf Länderebene noch mehr zutraut, dass sie es auf jeden Fall zurück bezahlen werden.
00:07:19: Es geht nicht darum, wie hoch bin ich verschuldet, sondern es geht darum, wie lange geht der Markt davon aus, dass diese Schulden auch bedient werden können.
00:07:30: Und wenn die Schulden steigen, dann führt das nicht automatisch zu irgendeiner Reaktion, wenn wir uns den amerikanischen Bondmarkt anschauen.
00:07:41: Und die schnellsteigende Verschuldung, das gilt im Übrigen auch für den europäischen Anleimmarkt, in den letzten Jahren seit Corona ist er nochmal deutlich schneller gestiegen, überall der Schuldenstand.
00:07:52: Aus Gründen, die wir hier mehrfach diskutiert haben, hat das irgendwo zu Stress am Bondmarkt geführt?
00:07:58: Nein, hat es nicht.
00:07:59: Also nicht per se führen Schulden zu Stress.
00:08:03: In diesem Fall hat allerdings diese Ankündigung und man geht eben davon aus, dass Takaiichi für ihr Mandat bzw.
00:08:11: das Mandat für ihre Politik dann eben so viele Stimmen hinter sich vereinen kann, dass sie die Rigoros umsetzen wird, was dann eben zu einer weiteren Staatsverschuldung führt.
00:08:22: In diesem Fall hat diese politische Situation zu einem Sell-off japanischer Staatsanleihen geführt.
00:08:28: Die Renditen Also die Zinsen sind in den letzten Tagen massiv gestiegen.
00:08:32: Wenn man sich zum Beispiel die Vierzig-Jahres-Rendite anschaut, ist die erstmals über vier Prozent.
00:08:37: Die Dreißig-Jahres-Rendite ist auf Rekordruß.
00:08:40: Und das ist der Katalysator für den aktuellen Stress.
00:08:43: Eine Mischung aus langfristigen Problemen, Inflation, Jens Schwäche und eben die Politik der Bank of Japan und einem frischen politischen.
00:08:53: Nennen wir es mal Schock.
00:08:56: Ohne diese Wahl und ohne dieses Fiskalversprechen der Regierung wäre der Druck wahrscheinlich auch entstanden, aber langsamer und leichter.
00:09:06: verdaulich für den Anleimmarkt.
00:09:09: Wir schauen mal ganz kurz auf die Faktoren im japanischen Bondmarkt.
00:09:13: Also der Bondmarkt, das ist der Handel mit Staatsanleihen.
00:09:16: Schuldenpapieren der Regierung.
00:09:18: Japan hat jahrzehntelang extrem niedrige Zinsen gehabt.
00:09:23: Wahrscheinlich sind westliche Nationen nur deshalb auf die Idee gekommen, so schnell und so aggressiv die Zinsen zu senken, weil sie gelernt haben, Japan hat auf die Immobilienkrise langsam reagiert in den neunziger Jahren und ist dann durch eine beispiellose, dekadenlange Phase gegangen, der Deflation.
00:09:46: Kein Wachstum, keine Inflation.
00:09:50: Das wollte man verhindern, das hat man ja auch verhindert.
00:09:53: Unterstützt durch das Quantitative Easing der Bank of Japan sind diese Zinsen auf der Nulllinie geblieben.
00:10:02: Ewigkeiten.
00:10:03: Die Zentralbank kauft also, das ist das Quantitative Easing, massiv anleihen, um die Zinsen niedrig zu halten.
00:10:11: Der Gedanke dahinter ist, damit fördern wir das Wachstum.
00:10:15: Aktuell steigen die Renditen jedoch relativ stark an und das bedeutet, die Anleihen werden verkauft.
00:10:22: die Preise fallen, die Zinsen steigen.
00:10:25: Und die Hauptgründe dafür sind Umstände, die es in Japan Ewigkeiten nicht gab.
00:10:31: Eine höhere Inflation nach Jahrzehnten.
00:10:34: Das ist wirklich beispiellos für eine Industrienation.
00:10:37: Nach Jahrzehnten der Deflation ist die Inflation mittlerweile über dem zwei Prozent Ziel der Bank of Japan angekommen.
00:10:46: Und das macht natürlich alte, sehr niedrig verzinste Anleihen deutlich weniger attraktiv.
00:10:52: Der Yen hat stark abgewertet.
00:10:54: Das heißt, die Importe werden teurer, die Inflation steigt weiter, die Bank of Japan muss reagieren, um den Yen zu stützen.
00:11:01: Wir hören immer wieder von Interventionen, die im Übrigen natürlich nicht vorher angekündigt werden, die im Nachhinein in der Regel ersichtlich werden.
00:11:11: Aber all das drückt die Renditen eben nach oben.
00:11:14: Dann gibt es die globalen Einflüsse, denn höhere Zinsen in den USA und Europa, so hat das alles mal begonnen, machen japanische Anleihen tendenziell weniger interessant.
00:11:23: Das ist jetzt kein neuer Einfluss.
00:11:26: Das ist aber ein Einfluss, der das Ganze ins Rollen gebracht hat.
00:11:30: Investoren verkaufen dann diese Anleihen, weil sie anderswo mehr bekommen.
00:11:35: Und dann eben dieser politische Trigger, die Neuwahl und die expansiven Pläne von Takaiichi, Weil sie gesagt hat, wir müssen erstmal die Steuern senken.
00:11:46: Gegenfinanzierung später.
00:11:48: Und das signalisiert den Investoren.
00:11:50: Wir machen mehr Schulden ohne Austerität.
00:11:53: Das hat den Zellauf beschleunigt.
00:11:55: Ein ganz klassischer Moment an den Anleimärkten, wo dann die Märkte beginnen, die Fiskalpolitik zu disziplinieren.
00:12:05: Das heißt also, das haben wir im Übrigen auch gesehen, Also natürlich würde Donald Trump niemals auf Truth Social posten.
00:12:14: Ich habe gesehen, was die Anleihemärkte machen und bin deshalb zurückgerudert.
00:12:18: Warum?
00:12:19: Weil ein Donald Trump nie zurück rudert, sondern das war immer Teil des Plans.
00:12:23: Eindeutig nicht.
00:12:25: Diese schnelle Reaktion, die wir zum Beispiel auf die Zölle gesehen haben, mit denen wir bestraft werden sollten für unsere destruktive Grönlandpolitik, Darauf haben die Anleihe-Markte sofort reagiert und auf die wiederum hat Donald Trump auch sofort reagiert.
00:12:43: Ob das nun Donald Trumps eigene Erkenntnis ist oder ihm das jeder jemanden mitgeteilt hat, dass man mit dem Anleihe-Markt keine Späße machen kann.
00:12:52: Das weiß ich nicht.
00:12:54: Spielt auch keine Rolle.
00:12:55: Wichtig ist, das ist kein plötzlicher Crash, den wir hier sehen.
00:12:59: Das ist eine Beschleunigung langfristiger Trends.
00:13:02: In dem Moment, wo die Bank of Japan ihre Rehield Curve Control gelockert hat, also ihre Zinskurvenkontrolle.
00:13:10: In dem Moment ist das Ganze hier, der Versuch der Normalisierung ist kein einer, der keinen ganz einfachen Pfad bedeutet.
00:13:20: Im Zentrum all dessen, und das habt ihr wahrscheinlich schon mal gehört, ist der Carry Trade.
00:13:26: Einfach erklärt, Investoren leihen sich günstig Geld in jen, konnten sie ja sehr lange, zinsen null und haben es dann investiert in Währungen mit höheren Zinsen, zum Beispiel dem US-Dollar und haben dann dort investiert in Anleihen oder Aktien.
00:13:46: Und der Gewinn entsteht aus der Zinsdifferenz.
00:13:49: Das ist der Carry.
00:13:51: Wenn ich also für null Prozent leihen kann in Japan und ich lege es für drei Prozent in Dollar an, dann mag man vielleicht als Privatanleger denken, naja, drei Prozent.
00:14:04: Aber das fühlt sich an wie Gelddrucken.
00:14:07: Und das war jahrelang Gelddrucken für viele ausländische Investoren.
00:14:13: Das Problem daran, irgendwann muss man natürlich zurücktauschen.
00:14:16: Und dann spielt es eine Rolle, wie sich die Währung entwickelt hat.
00:14:20: Also die Heimatwährung im Relation zum japanischen Yen.
00:14:25: Das sind riesige, ja, ich möchte es fast nicht trades nennen, das sind riesige Beträge.
00:14:31: Hunderte von Milliarden Dollar werden in diesen Carried Trades noch immer stecken.
00:14:36: Und wenn japanische Renditen dann steigen oder der Jens sich stärkt, durch zum Beispiel Intervention der Bank of Japan, dann wird dieser Trade unrentabel und Investoren beginnen diese Positionen aufzulösen.
00:14:49: Was muss man machen, um diese Positionen aufzulösen?
00:14:52: Man muss erst die ausländischen Assets verkaufen, also amerikanische Anleihen, amerikanische Aktien.
00:15:01: Damit kauft man dann den Jent zurück und zahlt die Kredite ab.
00:15:05: Und das kann zu globalen Verkaufswellen führen.
00:15:07: Das ist der Grund dafür, dass die Auflösung des Carried Trades dafür sorgen kann, das amerikanische Aktien, aber natürlich auch zum Teil europäische Aktien überall dort, wo es mehr Zinsen gab.
00:15:22: Der Kern des Ganzen ist der West-Dollar gegenüber dem japanischen Yen, das überall dort dann Verkaufswellen auftreten, obwohl man sagt, was haben wir mit der japanischen Geldpolitik zu tun.
00:15:33: Sehr wichtig.
00:15:34: Diese Sorgen um eine Auflösung des Carried Trades gibt es schon sehr lange.
00:15:41: Ich meine mich eigentlich schon daran zu erinnern.
00:15:46: Ja, nehmen wir mal als offiziellen Ausgangspunkt.
00:15:51: als da negative Zinsen gab, vielleicht noch mal ein bisschen intensiviert, gab es auch schon vorher, denn die Nulls, das Japan hatte immer schon niedrigere Zinssätze.
00:16:02: Und es gab seit zwei Tausend und Sechzehn in den letzten zehn Jahren mehrere Phasen mit Turbulenzen.
00:16:08: Das letzte Mal, dass wir hier eine recht schnelle Bewegung gesehen haben, war, Der sogenannte Yen Crash.
00:16:18: Ihr könnt das im Übrigen auch, wenn ihr euch irgendwo aufruft, US-Dollar zum japanischen Yen und ihr schaut euch den Schad an.
00:16:24: Dann seht ihr diese Bewegung.
00:16:27: Was war Zwei-Tausendundzwanzig?
00:16:29: Ein sehr schwaches Jahr am Aktienmarkt.
00:16:32: Das Jahr.
00:16:33: Aber es gab keine großen globalen Verwerfungen.
00:16:36: Es führte nicht zu einer Finanzkrise.
00:16:38: Der Markt hat sich wieder stabilisiert.
00:16:41: oft auch durch die Bank of Japan und die Intervention, die haben, wie keine andere Notenbank auf der Welt, Erfahrung damit, wie man mit solchen Situationen umgeht.
00:16:51: Also Panik ist völlig unangebracht.
00:16:54: Es ist ein bekanntes Risiko, es ist kein Black Swan.
00:16:58: Aber Vorsicht ist natürlich geboten, denn in einer vernetzten Welt kann so eine plötzliche Auflösung durchaus mal und sei es nur vorübergehend wie ein Domino wirken.
00:17:08: Das sehen wir im Übrigen oft dann, wenn fast alles fällt am Aktienmarkt.
00:17:13: Wenn also der Aktienmarkt nicht mehr unterscheidet zwischen Max Seven und Value, das sind dann so Phasen, wo einfach verkauft werden muss quer durch die Bank.
00:17:22: Das Ganze hat auch Auswirkungen auf Gold und Silber.
00:17:26: Ich weiß, ich habe selber hier ein Video gemacht zu Silber und ja.
00:17:32: ist natürlich, dass ich damit ein bisschen was, wenn ich schreibe, ich verkaufe, auch wenn ich in dem Video sage, ich verkaufe nicht, sondern ich habe Silberpositionen gehetscht zum Teil, ich bin seit zweitausend drin.
00:17:45: kommt natürlich eine Herrschaft von denen, die im YouTube-Algorithmus sich nur noch Kursziele für Silber anschauen, die mir dann erklären, dass alles nur über den Papiermarkt geht und jetzt sei, dass sei alles ein Riesenfraud, der hier aufgedeckt wird und der physische Markt und eine echte Knappheit.
00:18:04: Ich hätte das nicht verstanden.
00:18:05: und so weit.
00:18:07: Also gut.
00:18:07: Das alles sind natürlich Anzeichen einer Fahnenstange.
00:18:11: Mit welcher vehemenz hier... Da sagen wir mal semi aufgeklärtes Wesen genutzt wird, um zu sagen, Silber könne nur noch steigen.
00:18:18: Dann ist das Problem, wenn du erst bei neunzig Dollar kaufst, dann brauchst du natürlich irgendeinen, der später auch noch verkauft.
00:18:24: War ein bisschen gemeint, weiß ich.
00:18:25: Aber an der Stelle übrigens der Hinweis, ich werde am Samstag in der Folge noch mal auf die zehntausend Euro Spekulation.
00:18:36: In der Realität war es ein bisschen mehr, aber das habe ich mal als Anhaltspunkt gemacht.
00:18:40: eingehen und erklären, warum ich diese Aktien jetzt verkauft habe.
00:18:46: Mit einem Gewinn, den viele von euch vielleicht auch gemacht haben, denn hier habe ich es auch geteilt.
00:18:52: Also am besten jetzt diesen Podcast abonnieren und ich freue mich auch über positive Kommentare da, wo man kommentieren kann.
00:19:03: Gold und Silber sind der Safe Heaven momentan.
00:19:07: bei Stress im Bondmarkt.
00:19:09: Fliehen Investoren in Edelmetalle.
00:19:12: Und wenn der Stress ein bisschen größer ist.
00:19:14: Und dann kommt auch noch geopolitischer Stress dazu.
00:19:17: Und allgemein die Aussicht auf sinkende Zinsen, das ist ein nahezu perfektes Umfeld für Edelmetalle.
00:19:26: Gold, Neurekord, Rohrs, Silber, wie die Redi Rallye, müssen wir nicht sprechen.
00:19:31: Während ich gerade drauf gucke, haben wir die Hundertzehn Dollar geknackt.
00:19:35: Das ist natürlich teils als Hedge gegen Unsicherheiten gedacht.
00:19:39: Natürlich gibt es bei Silber, das an der Stelle möchte ich aber, weil heute ist keine Silberfolge.
00:19:43: Ja, es wird industriell genutzt in der Solar, in der Elektronik und, und, und.
00:19:48: Aber das, was wir jetzt sehen, ist ja nicht, dass die Industrie mit Eimer verstanden hat.
00:19:52: Ach, wir Dummies.
00:19:53: Ich hau mir gerade mit der flachen Hand vor die Stirn.
00:19:55: Wir Dummies.
00:19:57: Wir brauchen ja Silber für unsere Solarpanel.
00:20:00: Warum hat uns das keiner gesagt?
00:20:01: Ruf doch mal bitte in der Abteilung und für Silberkäufe an, dass wir jetzt alles kaufen, was wir kriegen können, weil morgen gibt es nichts mehr.
00:20:10: Also für Elmetalle ist diese ein derartiger Stress im Anleimarkt etwas Bullisches, weil in der Regel, welche Anlagen nicht gekauft werden im Carried Trade, Edelmetalle.
00:20:28: Warum kauft man denn nicht Edelmetalle?
00:20:31: Kauft man ja auch in der Regel in Dollar, selbst wenn es irgendwo dann umgetauscht wird, weil der Carry-Trade sagt, ich möchte gerne die Zinsdifferenz nutzen.
00:20:40: Und wie viel Zinsen beziehungsweise Dividenden werfen Gold und Silber ab?
00:20:45: Richtig, gar keine.
00:20:48: Deswegen ist das, wenn man so will, im doppelten Sinne der Safe Heaven.
00:20:53: Für die Aktienmärkte ist es natürlich eher negativ, weil die höheren Renditen per se Aktien weniger attraktiv erscheinen lassen.
00:21:00: Die Carry-Trade-Auflösung verstärkt den Verkaufsdruck, die Volatilität steigt, damit steigt automatisch auch bei institutionellen Marktteilnehmern das Bedürfnis und teilweise auch die festgelegte Marschroute zu einer etwas niedrigeren Aktienquote.
00:21:18: Die Kurse fallen, das gibt Risk-Off-Stimmung.
00:21:22: Wichtig, schaut euch die Indizes an.
00:21:24: Nicht jeder Stress endet in einem Crash.
00:21:27: Im Gegenteil, ein schwarzer Schwan führt oft zu einem Crash.
00:21:31: Darauf schaut jeder.
00:21:33: Sie kündlich werden diese Bondrenditen im Auge behalten.
00:21:38: Das kann... Ich kann das nicht ausschließen, dass nach zehn, fünfzehn, zwanzig Jahren der Carried Trade irgendetwas verursacht, mit dem man nicht rechnet.
00:21:47: Es ist für mich nur kein klassischer schwarzer Schwan, weil das etwas ist, was eben die ganze Welt zumindest mal die professionelle Welt schaut, auch wenn der Anleihenmarkt vielleicht für viele Privatanleger nicht so interessant ist.
00:21:59: Aber dort entsteht sehr, sehr viel.
00:22:03: Ich glaube, dass das, was wir hier sehen, vollkommen normal ist.
00:22:07: Ich glaube nicht, Ja, ich bin mir nicht sicher, ob wir jetzt kurzfristig eine Korrektur sehen oder vielleicht erst im März.
00:22:15: Die Charttechnik wird mir hier Antworten liefern, ob ich meine Aktienquote reduzieren muss, was im aktiven Handel, ich spreche nur vom aktiven Handel in diesem Fall, meine langfristigen Positionen laufen einfach weiter.
00:22:28: Im aktiven Handel ziehe ich ja auch Stops nach.
00:22:30: Ich habe mit Teilgewinn mit Namen gearbeitet und dementsprechend würde sich die Cashquote erhöhen, wenn ich hier aus einigen Positionen rausgeschmissen.
00:22:39: Wurde werde aktuell ist, ist eigentlich noch nicht der Fall.
00:22:43: Wir haben im Russells bei tausend.
00:22:45: Ich habe den ja hier auch als einer der Favoriten besprochen.
00:22:48: Haben wir letzte Woche zwei neue Allzeit-Ruchs gemacht.
00:22:50: Und jetzt korrigieren wir halt ein bisschen.
00:22:52: Also Panik ist alles andere als angebracht.
00:22:56: Die Bank of Japan ist Meister des Steuerns solcher Situationen, dass höhere Schulden auf Dauer zu Stress führen werden.
00:23:05: Das klingt immer so, wie etwas, was in der Zukunft passiert.
00:23:08: Aber Schau doch auf die Kaufkraft des Euro.
00:23:11: Schau auf die Kaufkraft des Dollar.
00:23:12: Schau darauf, wie es den Menschen geht.
00:23:16: Ganz gleich möchte man sagen, ob in Europa, aber insbesondere auch in den USA, die nicht die Möglichkeit haben, sich dagegen zu schützen, weil sie nicht in Sachbete investieren können, weil sie zu wenig haben.
00:23:27: Da ist die Krise.
00:23:28: Das ist die völlig reale Krise.
00:23:30: Die Krise wird nicht sein, dass ich nicht mehr an den Bankautomaten gehen kann und das Finanzsystem bricht zusammen.
00:23:38: Ja?
00:23:39: Diejenigen, die den Preis hier bezahlen, die sind mehr als offensichtlich.
00:23:43: Und das ist die wahre Krise, die dahinter steckt.
00:23:47: Sachwerte werden vermutlich eher weiter profitieren.
00:23:50: Mit dem Fazit end ich dann gerne.
00:23:52: Ich denke, wir werden im ersten Quartal auch mal schwächere Tage sehen.
00:23:59: Ich bleibe bullish für die nächsten Monate.
00:24:02: Das war's für heute.
00:24:05: Herzlichen Dank für deine Aufmerksamkeit.
00:24:06: Ich freue mich sehr, wenn wir uns beim nächsten Mal gesund und munter wieder hören.
00:24:10: Bis dann, alles Gute, dein Glas.
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