Haben wir am 24.12.2025 das Ende des freien Marktes gesehen?
Shownotes
Ich möchte keinen Etikettenschwindel betreiben und auch niemandem die Zeit rauben oder am Ende enttäuschen. Beim Titel der heutigen Podcastfolge könnte nämlich der Eindruck entstehen, ich würde darüber sprechen, wie wir alle „von denen da oben“ – nicht von Dänen, sondern von „denen da oben“, den Bilderbergern, der Elite – kontrolliert werden, Stichwort Überwachungsstaat und so weiter. Darum geht es heute aber nicht. Es geht vielmehr um eine stille Revolution: um das Ende des freien Kapitalverkehrs. Und nur weil das bislang keine große Schlagzeile war, heißt das nicht, dass daraus keine große Entwicklung wird. Ich gehe im Gegenteil davon aus, dass es genau so kommen wird – und deshalb möchte ich heute im Podcast darüber mit euch sprechen.
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Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Beitrags, lagen bei dem Autor, Lars Erichsen, keine Interessenskonflikte vor. Geplante Änderungen: Keine. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserem Transparenzhinweis zum Umgang mit Interessenskonflikten: https://www.lars-erichsen.de/transparenz-und-rechtshinweis
Transkript anzeigen
00:00:03: Herzlich willkommen bei Erichsen Geld und Gold, dem Podcast für die erfolgreiche Geldanlage.
00:00:08: So, ich möchte kein Etikettenspindel betreiben und auch niemandem seine Zeit rauben oder ihn gar enttäuschen.
00:00:17: Bei dem Titel der heutigen Podcast-Folge könnte ja der Eindruck entstehen.
00:00:23: Ich würde hier darüber sprechen, wie wir alle von denen da oben nicht von Dänen, sondern von Dänen da oben, Schrägstrich, den Bilderbergern, Schrägstrich, der Elite kontrolliert werden, Stichwort, Überwachungsstaat und so weiter und so fort.
00:00:42: Darum geht es heute nicht, sondern es geht um eine stille Revolution.
00:00:48: Es geht um das Ende des freien Kapitalverkehrs.
00:00:52: Und dass das bis jetzt keine große Schlagzeile war, bedeutet nicht, dass es nicht eine große Entwicklung werden wird.
00:01:01: Und ich gehe davon aus, dass es so kommt.
00:01:03: Deswegen möchte ich heute im Podcast darüber mit euch sprechen.
00:01:07: Legen wir los.
00:01:12: So, also Zurückhaltung und leise Töne, vielleicht ein reflektierender Umgang mit neuen Entwicklungen.
00:01:23: Das ist ja nun wahrlich nicht die Kernkompetenz der aktuellen amerikanischen Regierung.
00:01:29: fairerweise die USA haben aus ihrer Vormachtstellung immer eine gewisse Selbstverständlichkeit abgeleitet, dass ihre Meinung zuerst angehört wird und letztlich auch die relevante ist.
00:01:41: Ein bisschen wie auf dem Schulhof.
00:01:44: Wenn du der Stärkste bist, musst du nicht unbedingt der Schlaustest.
00:01:48: Es reicht in der Grundschule nun mal der Stärkste zu sein.
00:01:52: Warum diese fliegelhafte Einführung?
00:01:56: Weil ich den Eindruck habe, dass wir hier über eine Entwicklung sprechen, die so richtig noch von niemandem ernst genommen wird, obwohl Südkorea nun alles andere als ein Entwicklungsland ist.
00:02:08: Vielleicht interpretiert man das auch als Einzelfall, aber die Entwicklung, die wir hier sehen, betrifft die Grundlage des amerikanischen Erfolgs.
00:02:19: Der freie Kapitalverkehr hat es überhaupt erst möglich gemacht, dass das Erfolgsmodell USA so funktionieren konnte, wie es seit mehreren Dekaden funktioniert.
00:02:33: Und diese Entwicklung, über die wir hier sprechen, ist eine, die sich vermutlich über Wochen, Monate, vielleicht sogar über Jahre hinweg vollziehen wird.
00:02:41: Die Geschwindigkeit ist noch offen, was aber, und deswegen mache ich heute eine Podcast-Folge darüber, was aber aus meiner Sicht nahezu feststeht, ist, dass man die Entwicklung, die hier begonnen hat, in seine Überlegung mit einfließen lassen muss.
00:02:59: Wie sollte mein langfristiges Portfolio aussehen?
00:03:04: So, steigen wir mal ein.
00:03:05: Ich hätte im übrigen Shout-Out oder wie sagt man heute Props an Kevin Moore, der hat mich durch einen Artikel überhaupt darauf aufmerksam gemacht, denn auch mir ist es entgangen, dass und ein Schellenbeerböses dabei denkt, ausgerechnet am vierundzwanzigsten Dezember, in Südkorea eine politische Entscheidung getroffen wurde, die, und Achtung, mit der richtigen Verpackung drum und richtigen Schleife, könnte man daraus eine riesige Schlagzeile machen, die das globale Finanzsystem fundamental verändern kann.
00:03:36: Ich werde gleich erläutern, warum das so ist und warum es alles andere als Effekt Hascherei ist, die ich hier gerade betreibe.
00:03:43: Es gab aber tatsächlich keinen großen Schlagzeilen.
00:03:46: Ich habe zumindest keine gefunden.
00:03:47: Es gab überhaupt keine Pressenmitteilung.
00:03:50: Ich gebe es ganz offen zu.
00:03:51: Es hat jetzt locker zwei Wochen gedauert, bis ich zum ersten Mal darauf gestoßen bin, einfach überlesen.
00:03:57: Es liegt natürlich auch daran, gleich uns hier rechtfertigen, dass es so wahnsinnig viele Schlagzeilen mittlerweile gibt, die eine sofortige Konsequenz mit sich bringen.
00:04:08: Und bei Dingen, die dann so langfristig passieren können, die treten in den Hintergrund sind, aber oft die wichtigeren.
00:04:15: Wahrscheinlich möchte man auch der Trump-Administration keine Angriffsläche bieten.
00:04:19: Das interpretiere ich mal so.
00:04:21: Hat ja auch funktioniert.
00:04:23: Kam bisher nichts aus den USA.
00:04:26: Im Gegenteil, in einem anderen Bereich, im Rohstoffbereich gab es ja sogar eine relativ große Zusammenarbeit zwischen den USA und Südkorea.
00:04:34: So, was ist denn nun passiert?
00:04:36: Südkorea hat seine Steuerregeln geändert, um seine Bürger aktiv zu ermutigen, US-Aktien zu verkaufen und das Kapital zurück in den heimischen Markt zu bringen.
00:04:50: So, das klingt jetzt wie etwas sehr theoretisches, sehr technisches, aber es ist neu.
00:04:58: Wenn also du einen klaren Aufruf an deine, stellen wir uns einfach mal vor.
00:05:04: Wir würden hier, ich komme gleich noch zu den Details, hier in Deutschland gäbe es steuerliche Anreize, lieber deutsche Aktien zu kaufen als amerikanische.
00:05:16: Das hätte garantiert einen Impact, denn für uns macht es nur meinen Unterschied.
00:05:21: Wenn die twenty-fünf Prozent Abgeltungssteuer wegfielen oder wir hätten mit einem Mal die Möglichkeit, eine deutsche Aktie zu kaufen und die wäre dann vielleicht nach einer gewissen Frist.
00:05:33: steuerfrei zu halten, beziehungsweise die Gewinne oder die Dividenden oder beides.
00:05:38: Ja, das ist schon enormer Wettbewerbsvorteil, den es dann gäbe.
00:05:43: Um zu verstehen, warum diese Entscheidung so explosiv ist, müssen wir das fundamentale Problem der Weltwirtschaft verstehen.
00:05:53: Und das ist auch das fundamentale Problem aus Sicht der USA.
00:05:59: Das riesige US-Handelsdepizit.
00:06:03: Die USA führen jeden Monat wahren im Wert von, in einem deutlich höheren Wert mehr ein, als sie exportieren.
00:06:14: Also selbst gemessen am Bruttoinlandsprodukt, bereinigt um das Wirtschaftswachstum, also ist das Defizit historisch beispiellos.
00:06:23: Und das ist ja auch etwas, was Trump immer wieder besprochen hat.
00:06:26: Das kann nicht sein.
00:06:27: Und dann kommen verschiedenste Erklärungen, die nicht alle verkehrt sind, was das für einen Nachteil für die USA mit sich bringen kann.
00:06:36: Was er weggelassen hat, ob nun vorsätzlich oder unwissend, spielt gar keine Rolle.
00:06:43: Das ist auch die Grundlage des amerikanischen Erfolgsmodells gewesen.
00:06:47: Amerika kauft der Welt ihre Produkte ab.
00:06:50: Und zwar in gigantischen Mengen.
00:06:53: aus Deutschland, aus China, das ist das Hauptproblem und so weiter.
00:06:57: Wie konnte das funktionieren?
00:06:59: Normalerweise, und so ist es bei den allermeisten anderen Nationen, würde so ein Defizit sich selbst auf eine gewisse Art und Weise korrigieren.
00:07:08: Also eine massive Nachfrage nach ausländischen Währungen, würde deren Wert steigen lassen, dadurch werden automatisch die Waren teurer und die Importe würden zurückgehen.
00:07:20: Aber es gab ja einen Parkt, zwischen also keinen offiziell beschlossenen Parkt, aber mehr als offensichtlich einen, der sich für alle Seiten gelohnt hat zwischen den USA und dem Rest der Welt.
00:07:33: Die Exportländer, nämlich China, Japan, Südkorea, Deutschland, akzeptierten US-Dollar als Zahlung und reinvestierten diese Dollar dann wo in amerikanischen Finanzanlagen.
00:07:49: Also Staatsanleihen, Aktien, um der Ecke auch ein paar Immobilien in Werten, die dadurch ja auch über die Jahre hinweg praktisch alle anderen Märkte, alle anderen großen Märkte outperformed haben.
00:08:03: Und deswegen war dieser Pakt für alle einer, wo man gesagt hat, okay, machen wir.
00:08:09: Das Ergebnis, Amerika bekam billige Warn und steigende Aktienmärkte.
00:08:14: Und Exportländer sicherten sich Absatzmärkte und Dollarreserven.
00:08:19: Und alle waren zufrieden.
00:08:21: Und dieses System hat eben in Amerika zu dem, wenn man so will, Kapitalmagneten der Welt gemacht.
00:08:28: Jeder wollte, und bis zu einem gewissen Teil ist das nur heute so, will am US-Wachstum teilhaben.
00:08:35: Die Techblase, die Immobilienblase, jetzt die KI-Entwicklung, ihr wisst ja, für mich ist es noch keine Blase, wird aber sehr wahrscheinlich in eine Blase hineinführen.
00:08:47: alles befeuert durch diese globalen Kapitalzuflüsse.
00:08:51: Aber das ist natürlich ein fragiles Gleichgewicht, insbesondere dann, wenn einer sagt, eigentlich will ich das nicht.
00:09:00: Es ist aber nicht nur der eine, also Donald Trump, der sagt, ich möchte das nicht, sondern diejenigen, die darunter leiden heute, könnten auch auf die Idee kommen, zu sagen, wir wollen es tatsächlich auch nicht mehr.
00:09:14: Was passiert nämlich, wenn zu viel Kapital abfließt?
00:09:18: Und das merken wir insbesondere in Japan und Südkorea.
00:09:24: Der japanische Yen hat in den letzten fünf Jahren eigentlich schon etwas länger dramatisch an Wert verloren.
00:09:31: Der südkoreanische Won hat zeigt genau dasselbe Muster.
00:09:35: Der Grund ist klar, die Sparer jagen den US-Werten hinterher.
00:09:41: Man kauft eben.
00:09:44: Ich glaube, in fast allen Ländern machen US-Aktien den größten Anteil im Portfolio aus.
00:09:50: Und die Konsequenzen aus einem schwachen Yen oder einem schwachen Won bedeuten eben nicht automatisch ein Exportboom.
00:09:58: Das geht nur so lange auf, wie das Gegenüber eben auch sagt, wir wollen eure Waren.
00:10:05: Und jetzt ist ja sehr offensichtlich, dass Donald Trump laut formuliert hat, Nee, nee, nee, nee, ihr könnt eure Produkte überall verkaufen.
00:10:11: Aber ich möchte, dass unsere Produkte in den USA produziert werden.
00:10:17: Der amerikanische Konsument soll amerikanische Produkte kaufen.
00:10:20: Damit ist dieser Pakt zuerst einmal ja einseitig aufgekündigt.
00:10:26: Und die Gegenseite sagt, dann wollen wir aber doch nicht, dass weiterhin das Geld in amerikanische Aktien fließt.
00:10:34: Denn... Ohne Export-Boom haben wir nur die Nachteile, keine Vorteile, denn schwacher Yen oder eben auch ein schwacher Wonnen bedeuten im Wesentlichen importierte Inflation, weil eben Energie, Rohstoffe, alles teurer wird.
00:10:51: Es bedeutet Kapitalflucht.
00:10:53: Und wenn man wirtschaftlich wachsen will, braucht man das Investitionskapital eigentlich im eigenen Land.
00:11:01: Das ist eine Self-fulfilling-Prophecy, also eine sich selbst erfüllende Prophezeiung.
00:11:06: Es führt auch zu einem Vertrauensverlust.
00:11:08: Eine immer weiterfallende Währung schreckt automatisch dann auch andere ausländische Investoren ab.
00:11:15: Der Governor der Bank of Korea hat es im Januar zusammengefasst.
00:11:20: Die Wonn-Dollarate von über tausend vierhundert ist fundamental nicht gerechtfertigt.
00:11:27: Bewohner investieren persistierend ins Ausland, das schafft Ungleichgewichte auf dem Deviesenmarkt und Aufwärtsdruck auf den Wechselkurs.
00:11:37: Dann kommt der entscheine Satz.
00:11:38: Die Zeit ist gekommen, die breiteren Implikation ständig expandierender Auslandsinvestitionen für Wirtschaftswachstum und die Entwicklung des heimischen Kapitalmarkts umfassend zu betrachten.
00:11:51: Das könnte man, man darf asiatische Zurückhaltung und Diplomatie hier natürlich nicht unterschätzen.
00:11:58: Das ist eine sehr deutliche Aussage.
00:12:01: Ihr habt uns mit euren Aktien die Währung zerstört.
00:12:06: Unsere Währung schwach gemacht.
00:12:08: Wenn ihr nicht mal mehr unsere Exporte wählt, okay, da müssen wir jetzt auch reagieren.
00:12:15: Insofern, wir erinnern uns Südkorea ist ein Land, was auf dem auf der Welle der Globalisierung überhaupt erst groß geworden.
00:12:22: Es hat sich wahnsinnig schnell entwickelt.
00:12:24: Und in den letzten dreißig Jahren gab es, wenn wir über Kapital sprechen, nur eine einzige Richtung, immer mehr Kapitalfreiheit.
00:12:33: Das ist aber nicht immer so gewesen.
00:12:35: Dessen muss man sich bewusst sein.
00:12:38: In den neunziger Jahren, beispielhaft, der Autor des Artikels, den ich gelesen habe, der kommt aus Kanada, deswegen hat er das so präsent gehabt.
00:12:48: Das hätte ich natürlich nicht gewusst ansonsten.
00:12:51: Aber die neunziger jahren mussten altersvorsorge konnten in kanada zu hundert prozent in kanadische anlagen investiert sein und diese quote wurde dann erst schrittweise gesenkt auf heute null prozent.
00:13:06: das heißt also kanadier können ihre altersvorsorge konnten Die wir uns übrigens wünschten, genauso wie die Altersvorsorgeprodukte in den USA, das ist keine schlechte Idee, ließe sich auch mit unserem System durchaus kombiniert.
00:13:23: Heute können Kanadier komplett in US-Assets investieren und überhaupt keine kanadischen Aktien kaufen.
00:13:31: Völlige Kapitalfreiheit.
00:13:32: Und das tun natürlich auch sehr viele.
00:13:35: Die ganze Welt hat also jahrzehntelang Geld in die US-Finanzmärkte gepumpt.
00:13:42: Und das ist dann natürlich der Dollar permanent eine Unterstützung erlebt und gleichzeitig die US-Börsen, diese unglaubliche Rallye hatten.
00:13:52: Was dann wieder dazu führt, dass natürlich auch Neugründungen und so weiter in den USA alle sehr viel interessanter werden, das ist ziemlich leicht belegbar.
00:14:01: Das ist im Übrigen, glaube ich, der Punkt, der von vielen Anhängern der Magerbewegung unterschätzt wird.
00:14:07: Vielleicht ist es eine Art von überbordendem Selbstbewusstsein, dass man einfach sagt, es sind halt wir, die USA, deswegen sind unsere Produkte besser, deswegen müssen wir das System überlegen und und und.
00:14:19: Das ist aber tatsächlich dieser große Pakt war, der dazu führte, dass das ausländische Kapital ganz wesentlich dafür gesorgt hat, dass die USA diese Vormachtstellung erreichen konnten.
00:14:33: Das wird vielleicht ein bisschen übersehen.
00:14:36: Deswegen ist das, anders habe ich es ja auch in der Vergangenheit nicht beschrieben, ein sehr großes Experiment, gerade für die USA, dass sie sagen, Globalisierung begrenzen wir, Zuwanderung begrenzen wir.
00:14:50: Das machen wir jetzt für uns selbst.
00:14:51: in einer Gesellschaft, deren Bevölkerung schrumpft, ohne den Anteil an Migranten würde die Gesellschaft schrumpfen.
00:15:01: Das ist ein Experiment und wir lassen es einfach mal so stehen.
00:15:06: Man kennt ja nie genau den Ausgang.
00:15:08: Wenn man sich vergangene Entwicklung anschaut, da muss man sagen, dann wäre das vermutlich auch peak USA.
00:15:17: Südkorea hat auf diesen Trend jetzt reagiert.
00:15:20: Es ist momentan nur ein Steueranreiz, um Kapital zurückzuholen.
00:15:27: Aber es könnte in anderen Ländern, zum Beispiel in China oder in Ländern, die den USA weniger geworgen sind, durchaus mal eine Strafsteuer sein auf Auslandsinvestments.
00:15:41: So oder so geht es hier natürlich um Psychologie.
00:15:45: Russell Napier ist ein Finanzhistoriker, hat seit Jahren vor diesem Moment gewarnt, das Zeitalter der finanziellen Repression.
00:15:54: Oh Gott, vielleicht habe ich jetzt eine finanzielle Repression.
00:15:57: Muss ich mir gleich mal kurz aufschreiben.
00:15:58: Wahrscheinlich seht ihr jetzt schon anderen Titel, weil ich denke finanzielle Repression, das klingt natürlich noch viel, viel stärker.
00:16:04: Regierung werden also zunehmend den Kapitalverkehr steuern.
00:16:08: Sie werden ihn kontrollieren, sie werden lenken, nicht nur durch explizite Verbote, sondern durch steuerliche Anreize, regulatorische Hürden, einfach durch Maßnahmen, die direkt auf den Kapitalmarkt und die Kapitalströme einwirken.
00:16:27: Und da passt vielleicht auch hinein.
00:16:28: Und ich denke, wir müssen uns einfach weiter in Zukunft noch damit beschäftigen.
00:16:34: Wahrscheinlich werde ich schon nächste Woche noch mal ein Podcast-Folge dazu machen.
00:16:39: Also gerne jetzt hier die Gelegenheit nutzen.
00:16:42: Das ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... Schaut euch mal die Ankündigung von Donald Trump in den letzten Tagen an.
00:17:09: Wenn man genau hinschaut, es sind Maßnahmen, die zum Teil nachvollziehbar sind, aber es sind eben massive Eingriffe zu sagen, liebe Kreditkarten, ich finde es wucher, wenn Kreditkartenunternehmen zwanzig oder dreißig Prozent nehmen.
00:17:23: Das kennen deutsche Konsumenten in der Regel nicht.
00:17:27: Ihr wisst alle, dass Konsumkredite keine gute Idee sind.
00:17:30: Das ist in den USA Gang und Gebe.
00:17:32: Und dann haben die noch ihr eigenes Scoring.
00:17:34: Dann zahlen die zwanzig, dreißig Prozent.
00:17:36: Das ist für mich Wucher.
00:17:37: Ich kann also inhaltlich nachvollziehen, wenn einer sagt, Ob es nun aus Wahlgeplänkel ist oder aus welchen Gründen auch immer ein Großteil seiner Mager-Anhänger damit glücklich machen möchte.
00:17:50: Ich kann nachvollziehen, wenn einer sagt, wisst ihr was, dreißig Prozent Zimsen von Kreditkarten unternehmen.
00:17:55: Das sollte es nicht geben.
00:17:56: Ich deckel das jetzt auf zehn Prozent.
00:17:58: Ich kann das alles nachvollziehen.
00:18:00: Nur, stellt euch mal vor, das hätte... In einem Wahlkampf in Deutschland hätte eine Partei gesagt, wir möchten nicht mehr als sieben Prozent Kreditkartenzinsen oder wir werden jetzt direkt am Markt werden wir kaufen, um die Hypothekenzinsen für euch runterzubringen, liebe Wähler.
00:18:20: Was glaubt ihr da?
00:18:21: Lauter, der Begriff wird ja bei uns sowieso schon inflationär verwendet.
00:18:26: kranke linker sozialismus wäre wahrscheinlich noch das freundlichste was man da sagen würde wenn einer auf die idee käme derab in den markt einzugreifen oder sagen würde Angehörige von diesen unternehmen dürfen keine einfamilienhäuser mehr kaufen weil das nicht erlaubt ist.
00:18:42: was meint ihr was dann hier los wäre?
00:18:45: und das wäre kein auflenung gegen rechts sondern wenn wir sagen jetzt machen uns die linken komplett kaputt.
00:18:51: so oder so.
00:18:52: es sind massive eingriffe.
00:18:55: Ob die zum Teil rechtens sind und ob die zum Teil überhaupt dann sich in der Realität durchsetzen lassen, ist das eine.
00:19:00: Aber das ist eine neue Form der Politik.
00:19:04: Und wir werden sehen, wohin das führt.
00:19:10: Es gibt eine bekannte, na sagen wir mal, eine Theorie, hieß so die Dollar Milkshake Theory, war von Brent Johnson.
00:19:18: Die Idee, der US-Dollar ist wie ein Strohhalm, der globale Liquidität aufsaugt und jede Krise Deswegen gilt der Dollar auch als Krise oder Fluchtwährung, treibt Kapital in Dollar-Assets.
00:19:30: Der Dollar wird stärker, US-Assets steigende Rest der Welt wird aufgesaugt, wie eben ein Milchshake.
00:19:37: Und was Südkorea jetzt machen möchte, ist quasi die Umkehrung.
00:19:41: Ein inverse Milchshake, das heißt, dass es Kapital zurückfließt.
00:19:45: Die USA sind ja bei Fahre die größte Schuldnernation der Welt.
00:19:50: Das Land braucht aber auch diese kontinuierlichen Kapitalzuflüsse, um die Staatsdefizite zu finanzieren, die in einem gigantischen Ausmaß steigen.
00:19:59: Mal eben schnell letzte Woche gesagt, Militäritar, da packen wir fünfhundert Milliarden drauf.
00:20:05: Und das ist dann entschieden.
00:20:06: Das muss durch den Kongress gehen eigentlich, aber ja, die Zeiten sind, wie sie hier sind.
00:20:12: In dem Umfeld zu sagen, wir können darauf verzichten, schwierig.
00:20:17: Man braucht selbstverständlich ein Kapitalmarkt.
00:20:19: Es ist keine Theorie, dass der Kapitalmarkt in den USA der Aktienmarkt wichtig ist für den amerikanischen Markt und für die Weltwirtschaft, wenn der einbricht.
00:20:29: Dann hat das einen Ketteneffekt.
00:20:32: Man muss den Immobiliensektor stützen.
00:20:34: Man muss das gesamte Finanzsystem einfach am Laufen halten.
00:20:36: Und dafür brauchten bisher die USA diese ausländischen Kapitalzuflüsse.
00:20:41: Und an der Stelle auch, ich weiß, ich schweife heute ein bisschen ab, die Vorstellung.
00:20:45: Das ist eine, manchmal fühlt man sich ein bisschen verhohne piepelt, ob des intellektuellen Anspruchs zu sagen, ja.
00:20:55: Das bezahlen wir mit Zölln, das wird der Rest der Welt bezahlen.
00:20:58: Wenn es doch kein internationalen Handel mehr gibt, wo kommt denn dann in fünf Jahren der Zoll her?
00:21:03: Das wäre ja ein vorübergehender Effekt, anyway.
00:21:07: Wenn jetzt Südkorea, Japan, Deutschland, Schweiz, zweifellos auch, also die gläubiger Nation ihr Kapital zurückholen, dann steigen normalerweise die Westsinsen weil es weniger ausländische Käufer für Staatsanleihen gibt, man muss mehr Zinsen bieten, um diese Staatsanleihen verkaufen zu können, dann fallen die US-Aktienkurse schlicht aufgrund des geringeren ausländischen Kapitals, dann schwächt sich der Dollar ab, weniger Nachfrage, dann stärken sich die Währung der gläubiger Länder.
00:21:35: Und das ist natürlich kein Crash-Szenario für morgen oder fürs nächste Quartal.
00:21:41: Aber es kann ein struktureller Schiff sein, der sich hier über Jahre entwickelt.
00:21:47: Und wenn das so ist, dann, das würde ich einfach so sagen, dann ist diese Phase des US Excepcionalismus.
00:21:56: Excepcionalismus.
00:21:57: Wenn man das Wort schon verwendet, da muss man es beim ersten Mal auch treffen.
00:22:01: Habe ich aber nicht.
00:22:02: Exceptionalism ist ein bisschen einfacher.
00:22:05: Also ich glaube nicht, dass das dazu führt, dass die USA ihren Aufschwung so weiterführen kann.
00:22:11: Darum geht es aber nicht.
00:22:13: Es geht darum, dass man dann davon ausgehen müsste, dass es in diesem Szenario tendenziell eine relative Outperformance der großen Schuldner Nation gibt.
00:22:24: Und nochmal, bisher sprechen wir nur in Anführungszeichen über Südkorea.
00:22:30: Und wenn wir jetzt über internationale Investmentpositionen sprechen, also wie viel hat hat die Anlegerschaft in den USA investiert.
00:22:40: Dann ist Südkorea, glaube ich, auf dem achten oder neunten Platz.
00:22:46: Das heißt, das sind jetzt noch nicht die ganz großen Auswirkungen.
00:22:49: Wenn wir über internationale Investments in den USA im großen Stil sprechen, dann steht auf Platz eins Japan, auf Platz zwei steht Deutschland und knapp dahinter China.
00:23:03: Dann kommt Hongkong.
00:23:04: Norwegen, Kanada, dann kommt die Schweiz, Singapur, dann kommt Südkorea und dann Saudi-Arabien.
00:23:11: So, und man muss sich nur mal vorstellen, es wären nur wenige Ströme, zehn oder fünfzehn Prozent.
00:23:20: Zehn oder fünfzehn Prozent des Kapitals, welches animiert wird, für die Japaner dann in Japan zu investieren, für die Deutschen in Deutschland zu investieren.
00:23:29: Das wären enorme Zuflüsse.
00:23:32: Deswegen ist das Fazit heute nicht, baut eure gesamten Depots, um.
00:23:37: das Fazit lautet, diese Entwicklung im Auge zu behalten und insbesondere für langfristige Anleger, die selten an ihre Depots rangehen.
00:23:49: Der MSCI World ist extrem US-lastig.
00:23:54: Ich halte eine Anlage nur in den MSCI World.
00:23:59: Immer noch für eine bessere Anlage als nichts zu machen oder als sich auf strukturierte.
00:24:05: in den allermeisten Fällen, wenn es jetzt nicht um steuerliche Komponenten geht, strukturierte Produkte von Unternehmen zu kaufen.
00:24:14: Aber mit einem wenig mehr Aufwand ist natürlich besseres möglich.
00:24:21: So, ich muss hier mal so ein offenes Fazit halten, aber es ist ein sehr spannendes Thema, welches beinahe an mir vorbeigegangen wäre.
00:24:28: An euch jetzt ja, auf jeden Fall mal nicht.
00:24:31: Und wenn ihr sagt, gut, dass das noch einer gesagt hat, ja, dann darf ich noch mal dazu animieren, diesen Podcast jetzt zu animieren.
00:24:40: Wir hören uns an dieser Stelle spätestens am Samstag wieder.
00:24:44: Macht es gut, bis dahin.
00:24:47: Herzlichen Dank für deine Aufmerksamkeit.
00:24:49: Ich freue mich sehr, wenn wir uns beim nächsten Mal gesund und munter wieder hören.
00:24:52: Bis dahin, alles Gute, ein Lars.
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